FAA hatte nach Lion-Air-Absturz massive Sicherheitsbedenken

Dennoch handelte die U.S.-Behörde erst nach dem zweiten Totalverlust.

Boeing 737-Max-9 (Foto: Boeing).

Die U.S.-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA steht seit Monaten im Kreuzfeuer der Kritik, denn vorgeworfen wird, dass man die Überprüfungen im Zusammenhang mit der Zulassung der Boeing 737-Max-Reihe zu lasch durchgeführt habe und viele Schritte gar dem Hersteller selbst überlassen haben soll. Nun deckt das Wallstreet-Journal auf, dass es innerhalb der FAA bereits nach dem Lion-Air-Absturz massive Sicherheitsbedenken gegeben haben soll.

Dennoch entschieden sich die Verantwortlichen dafür, dass man auf die Möglichkeit eines weltweiten Groundings verzichtet. Nach dem Absturz der 737-Max von Ethiopian, der laut ersten Unfallberichten die idente Ursache hatte, beugte man sich dem öffentlichen Druck und verfügte das entsprechende Flugverbot. Seither kommen immer wieder neue Mängel ans Tageslicht und eine Wiederzulassung ist derzeit nicht absehbar. Auch ist anzunehmen, dass die FAA äußerst tiefgehend prüfen muss, um das Vertrauen in die Behörde, aber auch den Maschinentyp wiederherstellen zu können.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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