Ryanair testet Pre-Order-Mahlzeiten

Ab ausgewählten Flughäfen kann in der Probephase Frühstück vorbestellt werden.

Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair testet derzeit die Möglichkeit Mahlzeiten vorzubestellen. In der ersten Phase kann ein Frühstück mit Orangensaft und Kaffee für zehn Euro über die Homepage des Unternehmens geordert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Abflug zwischen 7 Uhr 00 und 8 Uhr 00 erfolgt.

Das neue Service steht allerdings nicht an allen Flughäfen zur Verfügung. Zunächst kann dieses nur für Abflüge ab Birmingham, Bournemouth, East Midlands, Glasgow Prestwick, Leeds Bradford, Manchester, London Stansted, Cork, Shannon, Belfast, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin Schönefeld, Bremen, Köln/Bonn, Dortmund, Weeze, Frankfurt/Main, Hamburg, Leipzig, Memmingen und Stuttgart verfügbar. Ab Frankfurt/Hahn und Nürnberg gibt es diese Möglichkeit derzeit noch nicht.

Die Vorbestellung des Frühstücks muss bis spätestens 48 Stunden vor dem Abflug erfolgen. Ryanair will die Testphase genau evaluieren und kann sich bei Erfolg vorstellen, dass streckennetzweit diverse Mahlzeiten für alle Abflugzeiten vorbestellt werden könne. Auch bei der Tochtergesellschaft Lauda wird man zu gegebener Zeit entsprechend entscheiden.

Es dürfte für Ryanair auch äußerst eigennützlich sein, wenn Passagiere gewünschte Mahlzeiten vorab bestellen, da so Gewicht reduziert werden kann, denn es ist anzunehmen, dass gewisse Speisen in Zukunft nur noch bei entsprechender Pre-Order erhältlich sein werden. Momentan ist es bei Ryanair, aber auch bei der Tochtergesellschaft Lauda, üblich, dass im Flugzeug à la carte bestellt werden kann. Dies hat aber auch zur Folge, dass nicht immer alle Speisen verfügbar sein können, dennoch aber größere Mengen mitgeführt werden müssen, die möglicherweise nicht verkauft werden. Dies kostet Gewicht und in der weiteren Folge Treibstoff, so dass anzunehmen ist, dass Ryanair durch Pre-Order-Meals nicht nur eine weitere Einnahmequelle erschließen will, sondern insbesondere Kosten einsparen möchte.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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