Nach Lauda: AK klagt auch Wizzair und Ryanair

Wegen Check-In-Gebühren und entsprechender Klauseln.

Airbus A321 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Nachdem die Arbeiterkammer bereits in erster Instanz gegen die österreichische Billigfluggesellschaft Lauda erfolgreich hinsichtlich der Höhe der Schalter-Check-In-Gebühr vorging, bereitet man nun auch entsprechende Klagen gegen Konzernmutter Ryanair und Mitbewerber Wizzair vor. Beide Lowcoster verrechnen ebenfalls Mehrkosten, wenn ohne vorherigen Web- oder Mobile-Check-In der Schalter genutzt werden soll.

Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber erklärte vor rund vier Wochen im Rahmen einer Pressekonferenz, dass man gegen das erstinstanzliche Urteil, das zu Ungunsten der Airline ausgefallen ist, über den Rechtsanwalt ein Rechtsmittel eingelegt habe. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig und die nächst höhere Instanz wird darüber befinden müssen.

Die Arbeiterkammer Wien begründet die zusätzlichen Klagen gegen Wizzair und Ryanair damit, dass zahlreiche Beschwerden vorliegen, in denen der Online-Check-In gar nicht möglich war und am Flughafen dann abkassiert wurde. Gegen Wizzair reichte man zusätzlich eine so genannte Verbandsklage ein, denn auch einige Klauseln werden angefochten. Die AK schreibt dazu, dass einige Formulierungen bezüglich des Check-Ins „uns generell rechtswidrig“ erscheinen.

Lauda und Ryanair verrechnen für die Verwendung des Schalters – ohne vorherigen Online- oder Mobile-Check-In – pauschal 55 Euro pro Person und Strecke. Wizzair änderte erst vor wenigen Wochen die Preisliste und verlangt nun 30 Euro pro Person und Strecke zuzüglich eines Entgelts, das der Ground-Handling-Dienstleister selbst erheben kann. Alternativ kann zum Preis von 10 Euro pro Person und Strecke der Schalter-Check-In auch im Zuge der Flugbuchung dazugekauft werden. Nebst den genannten Airlines verrechnen auch andere Fluggesellschaften, beispielsweise Easyjet und Air Baltic, Check-In-Gebühren am Schalter.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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