Statistik: Verspätungen und Ausfälle haben sich verdoppelt

AirHelp analysierte die Lage in Österreich.

Foto: www.airteamimages.com.

Das Fluggastrechteportal AirHelp nahm die Anzahl der Verspätungen und Ausfälle in Österreich genau unter die Lupe und analysierte die letzten fünf Jahre. Das Ergebnis ist für die Branche blamabel, denn die Anzahl der ausgefallenen bzw. verspäteten Verbindungen verdoppelte sich laut dieser Statistik.

Demnach sind 2018 insgesamt 33.600 Flüge ausgefallen oder haben ihr Ziel verspätet erreicht. Im Jahr 2014 waren es hingegen noch 16.900. Die Gesamtanzahl an Flugbewegungen erhöhte sich im selben Zeitraum jedoch nur um 4,1 Prozent. Diese negative Entwicklung wird auch im Hinblick auf die Passagierzahlen deutlich: 2018 waren insgesamt 3,78 Millionen Personen von Ausfällen und Verspätungen betroffen. Das sind doppelt so viele wie noch 2014.

Laut AirHelp waren dabei immer häufiger selbst für die Probleme verantwortlich. So stieg die Anzahl an Passagieren mit einem Anspruch auf Entschädigung bis 2018 um 43 Prozent an. Das bedeutet, dass immer mehr Reisende ihr Ziel mindestens drei Stunden zu spät oder sogar gar nicht erreichten und die jeweilige Fluggesellschaft – und nicht etwa ein außergewöhnlicher Umstand wie schlechtes Wetter – dafür verantwortlich war.

“Die Flugausfälle und -verspätungen in Österreich sind in den letzten Jahren massiv angestiegen. Für 2019 erwarten wir, dass sogar noch mehr Passagiere davon betroffen sein werden. Wie die exponentiell ansteigende Anzahl entschädigungsberechtigter Passagiere zeigt, liegen die Gründe für die Flugprobleme immer häufiger bei den Airlines. Denn eine Entschädigung muss nur dann gezahlt werden, wenn die Fluggesellschaft für die Probleme verantwortlich ist. Ausgelöst wird dieser drastische Anstieg unter anderem durch den internationalen Marktkampf. So bieten einige Fluggesellschaften beispielsweise Strecken an, die sie aufgrund von Flugzeug- und Personalmangel gar nicht bedienen können – zu Lasten der Verbraucher. Betroffene sollten das jedoch nicht schweigend hinnehmen, sondern von ihren Fluggastrechten Gebrauch machen. Wir von AirHelp unterstützen sie dabei und ziehen, wenn nötig, auch vor Gericht“, kommentiert Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte von AirHelp.

Die Statistik auf einen Blick:

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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