AUA fährt Iran-Angebot weiter hinunter

Im kommenden Sommerflugplan nur noch sieben statt 14 wöchentlicher Flüge zwischen Wien und Teheran. Isfahan und Shiraz wurden bereits aufgegeben.

Foto: Thomas Ramgraber

Vor zwei Jahren hat die Welt noch ganz anders ausgesehen: Der Iran war damals der kommende "Place to Be" - und die AUA startete nebst ihren Flügen nach Teheran ab 2016 nach Isfahan und im Jahr darauf auch nach Shiraz. Mittlerweile hat sich der weltweite Entspannungskurs mit der Islamischen Republik nicht zuletzt durch die Inthronisation der Iran-kritischen US-Präsidenten Donald Trump 2017 wieder eher ins Gegenteil bewegt. Heute steht der Iran in der westlichen Welt auch gerade nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen durch die USA wieder zunehmend isolierter da.

Das hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr: Eine Reihe von Verbindungen in den Iran wurden aufgegeben - darunter auch British-Airways-Flüge von London sowie die KLM-Verbindung von Amsterdam nach Teheran. Auch die Expansionstätigkeit von Austrian Airlines währte nur kurz: 2018 wurden die Flüge nach Isfahan und Shiraz wieder eingestellt. Auch Teheran wurde im aktuellen Winterflugplan von 11 auf sieben wöchentliche Flüge reduziert.

Im kommenden Sommerflugplan werden diese Frequenzen auch nicht mehr erhöht - im Sommer 2018 war die AUA noch zweimal täglich zwischen Wien und Teheran unterwegs. Austrian Airlines bestätigte einen entsprechenden Bericht von "Routes Online", wonach man künftig nur noch einmal täglich auf der Strecke unterwegs ist. Allerdings habe man neben den neuen Frequenzen auch die Flugzeiten adaptiert: "Unsere Passagiere haben somit attraktivere Umstiegsmöglichkeiten in Wien - zum Beispiel zu Destinationen in Europa aber auch Nordamerika", erklärte eine Austrian-Airlines-Sprecherin auf Anfrage.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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