Wow-Air-Nachfolger will als Play im Dezember starten

WAB Air wurde umbenannt. 

Rendering: Play.

Während „Wow Air Neu“ zunächst Fische transportieren möchte, wollen ehemalige Angestellte von „Wow Air Pleite“ unter dem Markennamen „Play“ mit jenem Lowcost-Konzern abheben, mit dem schon „Wow Air Pleite“ gescheitert ist. Diesmal soll nicht nur alles rot statt pink werden, sondern auch alles besser, versprechen zumindest die Initiatoren.

Mit sechs geleasten Airbus A321 will Play ab Dezember 2019 Flüge zwischen Festland-Europa und Island sowie den Vereinigten Staaten anbieten. Die gesamte Ankündigung des Unternehmens ist im Grunde eine Neuauflage des mit hohen Schulden gescheiterten Geschäftsmodells von Wow Air. Als Play-Geschäftsführer fungiert Arnar Már Magnusson, der zuvor bei Wow Air die Funktion des Flugbetriebsleiters bekleidete.

Der Ticketverkauf soll noch im November 2019 aufgenommen werden, wobei Play gleich ankündigt, dass man die ersten 1.000 Flugscheine verschenken wird. Wo man allerdings ab Keflavik hinfliegen wird, verriet das Start-Up, das ursprünglich als WAB Air gegründet wurde, noch nicht. Man wolle zunächst mit Festland-Europa-Zielen beginnen und im Frühjahr 2020 einige U.S.-Ziele hinzufügen. Mehr ließen sich die Initiatoren noch nicht entlocken.

Das für den Start notwendige „Kleingeld“ soll von Avianta stammen, die 40 Millionen U.S.-Dollar in Play investieren wird. Gleichzeitig übernimmt diese Holdinggesellschaft auch 75 Prozent der Anteile an der Neugründung. Hinter Avianta steht die Familie Ryan, deren Familienname in Europa allgegenwärtig ist, denn sie ist Namensgeberin von Ryanair. Maßgeblichen Einfluss hat man bei der größten Billigfluggesellschaft Europas allerdings nicht mehr.

Noch hat Play weder AOC noch OL, doch die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Zertifikate in den nächsten Wochen von den isländischen Behörden erteilt werden. Jedenfalls verspricht man, dass man diesmal langsamer wachsen möchte und rechnet mit einer Flottengröße von sechs bis zehn Flugzeugen des Typs A321 in rund drei Jahren.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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