Wizzair veräppelt österreichischen Regierungsentscheid

9,99-Euro-Tickets als Reaktion auf 40-Euro-Mindestpreis.

Wizz Air bietet auf ihrer Website "reizende Flugtickets für alle" (Screenshot: Wizz Air).

Dass den Low Cost Carriern die Anti-Dumping-Regelung (und damit die Einführung von Mindestpreisen) der österreichischen Bundesregierung nicht schmecken dürfte, ist keine große Überraschung. Wizz Air lässt sich den Appetit auf billige Tickets allerdings trotzdem nicht verderben und hat am heutigen Feiertag provokant eine 9,99-Euro-Aktion aufgelegt. Laut Angaben der Fluglinie ist diese auf 200.000 Tickets limitiert und gilt bei Buchung über die Wizzair-Website oder App am 11. Juni 2020 "auf ausgewählten österreichischen Strecken". Es handelt sich dabei um One-Way-Preise mit einem inkludierten Handgepäckstück.

Zum Hintergrund: Im Zuge der Verhandlungen für die Austrian-Airlines-Staatshilfe hat die Regierung ein umfassendes Mobilitätspaket ausgehandelt. Teil davon ist beispielsweise das 1-2-3-Ticket in Österreich - aber auch eine Regelung, wonach Flüge nicht weniger als die Steuern und Gebühren kosten dürfen. Damit kommt man auf einen Mindestpreis von rund 40 Euro pro Flugticket. Diese neue gesetzliche Regelung wurde allerdings bislang vom Parlament noch nicht abgesegnet - sie ist also derzeit noch nicht gültig.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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