Wirtschaftskammer unterschreibt neuen Lauda-KV

Der "Ball" liegt nun bei der Gewerkschaft Vida.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Die Wirtschaftskammer Österreich unterschrieb laut einem internen Rundschreiben am Montag den neuen Kollektivvertrag für das fliegende Lauda-Personal der Basis Wien. Das Dokument wurde nun an die Gewerkschaft zur Unterfertigung weitergeleitet. Die Ryanair-Tochter fordert, dass bis zum 21. Mai 2020 der neue Kollektivvertrag unter Dach und Fach ist, andernfalls werde man am 22. Mai 2020 die Kurzarbeit beenden, am 30. Mai 2020 die Airbus-Basis Wien schließen und die betroffenen Piloten und Flugbegleiter nach Ablauf deren Kündigungsschutzes kündigen.

Nach Angaben der Lauda-Geschäftsleitung haben 95 Prozent der Piloten und 70 Prozent der Flugbegleiter ihren Vertragsänderungen zugestimmt. Nun liegt der sprichwörtliche „Ball“ bei der Gewerkschaft Vida, von deren Unterschrift der Abschluss des neuen Kollektivvertrags abhängig ist. Die Arbeitnehmervertreter äußerten sich bislang nicht inhaltlich zu dieser Angelegenheit. Andreas Gruber und David O’Brien, Geschäftsführer der Fluggesellschaft Lauda, appellieren im vorliegenden Rundschreiben, dass die Gewerkschaft und die Regierung die Jobs bei Lauda im Ringen um die Staatshilfe für Austrian Airlines nicht opfern dürfen.

"Lauda, dessen größter Wettbewerber Austrian Airlines voraussichtlich 800 Millionen Euro an Staatshilfen beziehen wird (während Lauda hier keine Unterstützung erhält), fordert die Vida dazu auf, die klaren Wünsche der in Wien stationierten Lauda Crews zu unterstützen und ihre Arbeitsplätze zu retten, indem sie heute (Di) oder morgen (Mi) den neuen Kollektivvertrag unterzeichnen, welcher ebenfalls bereits von der WKO abgesegnet wurde. Die Arbeitsplätze von über 300 Wiener A320 Crews und ihrer Familien liegen nun vollständig in den Händen der Vida. Vida muss nun rasch diesen Kollektivvertrag unterzeichnen, um die Arbeitsplätze zu retten sowie das Fortbestehen und den nachhaltigen Ausbau der Wiener Basis von Lauda zu ermöglichen", so David O'Brien und Andreas Gruber in einer Medienmitteilung.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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