Wien: Swissport zieht gegen AAS-Entscheidung vor Gericht

Ankündigungen werden in die Tat umgesetzt.

Foto: Swissport.

Der bei der Vergabe der zweiten Bodenverkehrslizenz am Flughafen Wien unterlegene Bieter Swissport wird die bereits im Vorfeld angekündigte Klage gegen die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums nun in die Tat umsetzten. Das BMVIT erteilte nach mehrmaligen Verzögerungen am Mittwoch den Zuschlag an AAS.

„Wir nehmen die Entscheidung des BMVIT zur Kenntnis. Aus der Sicht von Swissport wäre rechtmäßiger Weise ihr der Zuschlag zu erteilen gewesen. Das weitere Vorgehen hängt auch von Unterlagen ab, deren Einsicht uns bisher von der Behörde verweigert wurde. Swissport hat daher schon die Zugänglichmachung dieser Dokumente vergangenen Montag mittels Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) geltend gemacht. Da diese Frage als Vorfrage nicht innerhalb der Frist für eine Beschwerde gegen den Zuschlag selbständig zu klären sein dürfte, wird Swissport die Entscheidung des BMVIT aus derzeitiger Sicht nach einer Analyse im Detail beim BVwG bekämpfen“, so ein Swissport-Sprecher gegenüber AviationNetOnline.

Auch weitere Teilnehmer der Ausschreibung kündigten gegenüber AviationNetOnline Rechtsmittel gegen die Entscheidung des BMVITs an. Als Gründe werden unter anderem angeführt, dass das Verkehrsministerium die Begutachtung der Angebote mangelhaft durchgeführt haben soll, die Akteneinsicht verweigert worden sein soll und der Ausschreibungsgewinner erst nachträglich zugelassen wurde. Beispielsweise erklärte Swissport, dass man erst am 2. Oktober 2019 über die Zulassung und Erstreihung von AAS informiert wurde. Zuvor war Swissport selbst erstgereiht.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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