Wien: Neuausschreibung für Bodenabfertigung in heißer Phase

Celebi Managing Director Hermann Schorn widerspricht Übernahmegerüchten durch Swissport, die vor kurzem verbreitet wurden.

Celebi ist am Flughafen Wien nicht nur in der Passagier- sondern auch im Bereich der Vorfeldabfertigung tätig (Foto: Martin Metzenbauer).

Am Flughafen Wien wird es demnächst spannend: Aktuell stehen mehrere Bodenabfertigungsunternehmen um die Erlangung einer neuen Lizenz im Wettbewerb - darunter auch die Celebi Ground Services Austria GmbH. Neben dem üblichen Stress einer Lizenzvergabe muss sich der Wiener Managing Director des Unternehmens Hermann Schorn auch noch mit potenziell geschäftsschädigenden Übernahmegerüchten herumschlagen.

Dazu hat ein Online-Medium einen Artikel veröffentlicht, "in dem der Eindruck erweckt wird, Swissport würde die Celebi Ground Services Austria GmbH übernehmen wollen", so Schorn. Zwar verweist das Medium ausdrücklich auf "Gerüchte", somit per definitionem auf Behauptungen, deren Echtheit nicht bekannt ist. Dieses Portal habe allerdings "keinerlei Bemühungen unternommen, unsere Stellungnahme zum Wahrheitsgehalt dieser unwahren Behauptung einzuholen", ärgert sich der Manager. An den Gerüchten ist laut Schorn nämlich genau nichts dran: Gegenüber AviationNetOnline erklärte er, "dass es weder Übernahmegespräche mit der Swissport gegeben hat, noch eine Absicht besteht, die Anteile an unserer österreichischen Gesellschaft weiterzugeben."

Dass solche Gerüchte gestreut und weitergegeben werden, ist laut Hermann Schorn klar geschäftsschädigend: "Zum einen wirkt dies verunsichernd auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und zum anderen könnte das Ministerium dadurch den Eindruck bekommen, dass Celebi und Swissport in Wirklichkeit eine gemeinsame Bewerbung abgeben – was bei der Entscheidungsfindung vermutlich Nachteile für uns hätte", so Schorn. Celebi Ground Services Austria GmbH beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Laut Gesetz werden die Bodenabfertigungsdienste alle sieben Jahre neu ausgeschrieben - und zwar vom Verkehrsministerium. Die aktuelle Celebi-Lizenz würde noch bis Anfang 2021 laufen. Durch eine gewonnene Klage des Mitbewerbers Wisag gegen das Ministerium aufgrund der Vergabemodalitäten in der Ausschreibung 2014 erfolgt die Ausschreibung nun vorgezogen und die neue Lizenz gilt ab 1. Jänner 2020. Die Abgabefrist endet am 27. Mai 2019, mit einer Entscheidung wird im Spätsommer gerechnet.

Ausgeschrieben werden die Bereiche Gepäck-, Fracht- und Postabfertigung sowie die Vorfelddienste. Wer sich neben Celebi noch beworben hat, ist nicht bekannt - 2014 waren es insgesamt acht Unternehmen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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