Was kann der neue Lufthansa-Sitz?

AviationNetOnline hat den neuen Slim-Seats für die A320-Flotte unter die Lupe genommen.

Der neue Sitz aus dem Hause Geven für die Lufthansa Gruppe (Foto: Lufthansa / Oliver Rösler).

Vor einem Jahr wurde der neue Sitz der Lufthansa Group für die Airbus-A320-Familie vorgestellt - nunmehr hat Lufthansa das Produkt des italienischen Herstellers Geven zum ersten Mal in ein Flugzeug eingebaut. Statt der bisher gewohnten Recaro-Sessel findet man im ersten LH-A321neo (Kennung: D-AIEA) das laut der Airline "noch komfortablere Reiseerlebnis".

Von 29 bis 32 Inch reicht der Sitzabstand (Foto: Lufthansa / Oliver Rösler).

Was kann der Sitz und wie unterscheidet sich die Kabinenausstattung im A321neo von den bisherigen Modellen? Auf der Plus-Seite stehen auf jeden Fall einmal USB-Anschlüsse in jeder Sitzreihe sowie eine Spalte im Tischchen, die als Tablet-Halterung dient. Neu ist, dass die Sitze im hinteren Bereich nicht mehr zurückgeneigt werden können. Sie haben allerdings eine etwas stärkere Neigung - 20 statt bislang 12 Grad. Bis zur Reihe 15 sind die Rückenlehnen beweglich und können bis zu 26 Grad nach hinten geneigt werden.

Im vorderen Teil der Kabine gibt es nicht nur mehr Beinfreiheit - hier kann auch die Sitzlehne weiter nach hinter geneigt werden (Foto: Lufthansa / Oliver Rösler).

Insgesamt werden im A321neo 215 Sitze verbaut - bislang haben in den Standard-A321 bis zu 200 Passagiere Platz gefunden. Der Sitzabstand variiert von 32 Inch im vorderen Teil der Kabine zu 29 bis 30 Inch im hinteren Teil. Bislang waren es einheitlich 30 Inch. Neu ist auch eine Toilette in der Mitte des Flugzeuges - insgesamt findet man im A321neo bei Lufthansa vier statt bisher drei stille Örtchen.

Neu im A321neo: In der Mitte der Kabine befindet sich eine zusätzliche Toilette (Foto: Lufthansa / Oliver Rösler).

Die Kabine dieses ersten A321neo der Lufthansa stellt sozusagen den Prototypen für alle drei Netzwerk-Airlines (also auch Swiss und Austrian) dar. Durch individuelle Designelemente sollen die einzelnen Airline-Marken allerdings weiterhin klar erkennbar bleiben - Flugzeuge sollen aber aufgrund der Einheitlichkeit im Kabinendesign innerhalb kurzer Zeit und mit wenig Aufwand angepasst und zwischen den Airlines der Lufthansa Group transferiert werden. Die Standardisierung gilt für alle Flugzeuge der A320-Familie, die ab jetzt an die drei Netzwerk-Airlines ausgeliefert werden.

Eine Rille für das Tablet und USB-Steckdosen sollen das Reisen mit mobilen Endgeräten verbessern (Foto: Lufthansa / Oliver Rösler).

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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