Wartung: AUA testet Drohnen bis Jahresende

Lack- und Strukturschäden sollen gefunden werden.

Foto: Austrian Airlines

Austrian Airlines testet seit Mitte des Jahres im Bereich der Flugzeugwartung den Einsatz von Drohnen. Dabei prüfen Geräte eines französischen Herstellers die Maschinen des Typs Airbus A320 auf Lack- und Strukturschäden. Der Carrier verspricht sich von dieser Methode insbesondere eine Zeitersparnis und plant diese in Kürze auch auf die Embraer195-Flotte auszudehnen.

„Am Puls der Zeit zu bleiben, ist unser Anspruch als Austrian Technik. Innovative Systeme, wie diese Drohne, unterstützen uns perfekt dabei, unsere Stabilität im Flugbetrieb weiter auszubauen und Flugausfälle zu vermeiden“, so Michael Kaye, Vice President Austrian Airlines Technical Operations.

Der Test der vollautonomen Drohne läuft noch bis Ende des Jahres. Im Austrian Airlines Hangar führt die Drohne, unter Aufsicht eines Flugzeugtechnikers, mittels modernster, patentierter Laser-Technologie Inspektionen am Äußeren des Flugzeuges durch. Das System fliegt vom Start bis zur Landung sämtliche Bereiche des Flugzeuges selbständig ab. Dabei macht die Drohne jede Sekunde ein hochauflösendes Bild. Mit diesen Bildern erkennt eine Software Schäden an Struktur und Lack des Flugzeuges, wie zum Beispiel fehlende Aufkleber, automatisch. Der Flugzeugtechniker hat die Möglichkeit, die Schäden am Tablet im Detail zu begutachten und einen Report für das Austrian Wartungsteam zu erstellen. Die Drohne leistet die Vorarbeit und beschleunigt die Überprüfung, die letzte Entscheidung liegt aber beim zertifizierten Flugzeugtechniker. Für die Bedienung der Drohne erhält dieser ein detailliertes Theorie- und Praxistraining.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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