Verschwinden von MH370 immer mysteriöser

Boeing 777 soll mehrere Kurs- und Höhenänderungen durchgeführt haben.

Wohin ist die 9M-MRO verschwunden (Foto: www.AirTeamImages.com)?

Auch nach mehr als einer Woche gibt es im Falle der verschwundenen Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines weiß man noch immer nicht, was mit dem Flugzeug passiert ist - angebliche Ölspuren, Wrackteile und sonstige Hinweise der letzten Woche haben sich zum großen Teilen wieder verlaufen.

Nun gibt es allerdings neue Hinweise auf den Verbleib des Flugzeuges - und die lassen das Schicksal von MH370 in einem neuen Licht erscheinen. Wie in der New York Times berichtet wurde, soll die Maschine nach dem Verschwinden vom Sekundärradar mehrmals die Höhe als auch die Flugrichtung geändert haben. Entsprechende Hinweise sollen laut der Zeitung Analysen von Aufzeichnungen des militärischen Primärradars geliefert haben. Demnach könnte die Boeing zuerst auf eine Höhe von 45.000 Fuß gestiegen sein (die maximale zugelassene Reiseflughöhe des Typs liegt bei 43.100 Fuß) und den Kurs in Richtung Südwesten geändert haben.

Anschließend soll das Flugzeug wieder auf 23.000 Fuß gesunken sein und sich der dicht besiedelten Provinz Penang genähert haben. Von dort aus soll die Boeing 777 wieder an Höhe gewonnen und einen nordwestlichen Kurs in Richtung des Indischen Ozeans genommen haben. Ob es sich dabei allerdings wirklich um MH370 gehandelt hat, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, da beim Primärradar alleine keine Information zur Identität eines Flugobjektes vorliegt.

Darüber, wohin das Flugzeug von dieser Position geflogen sein könnte, wird derzeit spekuliert. Wie Quellen aus den USA und Malaysia gegenüber CNN erklärt haben, könnte die Maschine anschließend einen eher nördlichen Kurs in die Bucht von Bengalen oder eine südliche Richtung hinaus in den Indischen Ozean genommen haben.

Durch diese neuen Hinweise kristallisiert sich allerdings immer mehr heraus, dass wohl irgendeine Art von menschlichem Eingreifen zum mysteriösen Verschwinden von MH370 beigetragen hat. Abgesehen von den offenbar bewusst herbeigeführten Höhen- und Kursänderungen ist auch das vermutete Abschalten der Transponder verdächtig.

Vollkommen offen und reine Spekulation ist dabei der Hintergrund - eine Entführung erscheint allerdings nicht unwahrscheinlich. Dass man auf die vielen offenen Fragen zum Schicksal dieses Flugzeuges und der 239 Menschen an Bord rasch Antworten finden wird, ist aufgrund dieser neuesten Informationen und des rieisigen Gebietes in dem die Boeing verschwunden sein könnte, hingegen äußerst gering.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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