Velkommen til Bergen!

Die norwegische Stadt und ihre reizvolle Umgebung laden zum Entdecken und Verweilen ein.

Bryggen ist der bekannteste Teil der Stadt Bergen (alle Fotos: Martin Metzenbauer).

So manche Ziele in den nordischen Ländern haben sich in den letzten Jahren zu echten Trenddestinationen entwickelt: Die wunderschönen Metropolen wie Stockholm oder Kopenhagen sowieso - kleinere Städte wie das Nordlichterparadies Tromsø aber ebenfalls. Steigender Beliebtheit erfreut sich auch das norwegische Bergen und die Fjordregion - AviationNetOnline Trips hat sich dieses Reiseziel angesehen.

Bergen? Ja!

Zuerst einmal zur Anreise: Diese gestaltet sich Dank einer ansehnlichen Menge an Flugverbindungen unkompliziert. Von Wien aus fliegt beispielsweise Wizzair zweimal pro Woche nach Bergen. Von München und Hamburg startet jeweils dreimal wöchentlich Widerøe in die zweitgrößte Stadt Norwegens - von Berlin-Schönefeld ebenso oft Norwegian. Und von Zürich geht es an drei Tagen in der Woche mit Swiss nach Bergen.

Skandinavisch-helles Design am modernen Flughafen Bergen.

Natürlich kann man einen Trip nach Bergen auch gleich mit einer Visite in Oslo ergänzen - Inlandsflüge mit Norwegian samt einem noch größeren Flugangebot ab der ebenfalls sehr sehenswerten norwegischen Hauptstadt bieten diese Option geradewegs an. Unkompliziert wie der Weg nach Bergen ist auch der Transfer vom Flughafen Flesland in die Innenstadt. Zu empfehlen ist hier der Flybussen, der in seiner Expressvariante rund 20 Minuten in die City braucht. Kostenpunkt: rund 20 Euro hin und retour.

Neben SAS und Norwegian ist auch Widerøe Stammgast in Bergen.

Aber nun zu Bergen selbst: Der bekannteste Teil ist wohl Bryggen, das am Hafen gelegene alte Viertel der Hanse-Kaufleute. Nicht umsonst wurde dieses wunderschöne Ensemble aus Holz- und Steinhäusern bereits 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Diese reizvolle Gegend lädt zum Flanieren ein - wer müde und hungrig wird, kann in einem der vielen Restaurants einkehren. Apropos Hunger: Auch wer keinen Hunger hat, dem wird das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn er durch den unweit gelegenen Fischmarkt „Fisketorget“ schlendert, der sich (thematisch wenig überraschend) am Hafen befindet - und zwar im gleichen Gebäude wie die (übrigens exzellente) Touristeninformation. Neben vielen Arten von rohem Meeresgetier gibt es dort auch einige Lokale, die selbiges frisch zubereiten. Etwas bodenständiger geht es auf einem weiteren kleinen Markt zu, der sich im Freien außerhalb des Fischmarktes befindet. Dort findet man auch Delikatessen wie Wal-Burger oder Elchfleisch-Hot-Dogs.

Den Fischmarkt gibt es schon lange - das aktuelle moderne Haus aber erst seit 2012.

Für Freunde des gepflegten Brötchens mit Wurst haben wir übrigens noch einen Spezialtipp: „Tre Kroneren“ heißt eine Würstelbude, die es bereits seit Jahrzehnten gibt. Die Hot Dogs kosten zwar mittlerweile deutlich mehr als drei Kronen - geschmacklich sind sie aber ihren Preis auf jeden Fall Wert. Der Rentier-Hot-Dog wird dort übrigens mit Preiselbeersauce, Senf und Röstzwiebel serviert. Wer kein Rentier mag, für den gibt es dort auch eine Menge anderer Wurst-Varianten.

Freunde von Meeresgetier werden sich am Fisketorget glücklich schätzen...

Bergen entdeckt man am besten zu Fuß - die Innenstadt ist leicht per pedes zu erkunden. Und zu sehen gibt es hier - ganz abgesehen von Bryggen - tatsächlich viel: Da wäre beispielsweise die Festung Bergenhus - eine der ältesten Wehranlagen Norwegens. Diese befindet sich nur ein paar Gehminuten von Bryggen entfernt und bietet nebst historischen Elementen auch einen netten Park zum Spazieren sowie einen Aussichtspunkt mit schönem Blick über den Hafen. Der Eintritt in die Anlage ist frei - Gebühren werden nur für einzelne Häuser verrechnet.

...Liebhaber von Rentier-Hot-Dogs werden bei Tre Kroneren glücklich.

Apropos Blick: Wer sich zuerst einmal eine Überblick verschaffen möchte, sollte mit der Standseilbahn Floibanen auf den Fløyen, einen der gleich sieben Hausberge Bergens, fahren. Dort kann man einen wunderbaren - absolut instagrammablen - Ausblick und auch bei einer kleinen Wanderung die norwegische Natur genießen. Wer mit Kids unterwegs ist, kann diese mit einem großen Spielplatz, einer Slackline oder auch frei herumlaufenden Ziegen begeistern.

Blick vom Fløyen auf die Stadt.

Auf den Boden der Bergener Tatsachen zurückgekehrt, bietet sich ein ausgedehnter Spaziergang  an, bei dem die Stadt neben Bryggen ihre unterschiedlichen Gesichter zeigen kann. Da findet man sehr reizvolle kleine, verwinkelte Gässchen. Dann gibt es wiederum die breite Torgallmenningen - eine der wichtigsten Einkaufsstraßen und optisch eher ein langer Platz als eine Straße. Eine Menge schöner, alter Häuser diverser Stilrichtungen - viele davon aus Holz - gibt es in Bergen, einer Stadt, die sich perfekt erschließt, in dem man sich einfach treiben lässt. Und an vielen Straßenecken warten kleine Cafés, Bars und Restaurants, um durstige und/oder hungrige Besucherinnen und Besucher zu stärken.

Dass das malerische Bryggen zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist wohl kein Wunder.

Aber: Bergen ist auch eine Stadt, in der es oft regnet. Sollte dies der Fall sein, ist durch eine Reihe interessanter Museen bestens vorgesorgt. Das Bryggens Museum beispielsweise informiert (nicht nur) über die Geschichte von Bryggen. Dem in Bergen geborenen Komponisten Edvard Grieg ist ebenso ein Museum gewidmet wie seinem Mentor Ole Bull. Ein Museum für Schifffahrt, eines für Fischerei und sogar eines, das sich dem Thema Lepra widmet, gibt es in Bergen. Für an moderner Kunst interessierte Reisende bietet die Stadt mit ihren knapp 300.000 Einwohnern ebenfalls einige Museen an - darunter das Kode Museum oder die Kunsthalle Bergen. Auch für jüngere Besucher ist das Akvariet mit über 60 Aquarien und einer großen Reptilien- und Schlangenabteilung geeignet. Für sonnige Tage bietet sich für diese Zielgruppe auch das Freilichtmuseum an.

Wer Bergen besucht, sollte auch unbedingt eine Schiffstour in die Fjordlandschaft einplanen.

Für Musikbegeisterte hält Bergen ein eigenes Philharmonisches Orchester bereit, das in der brutalistischen Grieghalle aus den 1970er-Jahren beheimatet ist. Über das Jahr verteilt werden in der norwegischen Stadt außerdem eine Reihe von Musikfestivals - darunter das Jazzfestival Nattjazz, das fünftägige Musikfestival Bergenfest sowie die Internationalen Festspiele - veranstaltet. Kulturinteressierte werden sich also in Bergen wohlfühlen!

Die malerische Fahrt über den Osterfjord nach Mostraumen dauert rund drei Stunden.

Aber nicht nur in Sachen Kultur - sondern auch hinsichtlich Natur und überhaupt der gesamten Landschaft hat die Region viel zu bieten. Kein Wunder, wir sind ja schließlich in Norwegen, dem Land der Fjorde - und der überhaupt phantastischen Gefilden. Daher sollte man seinen Besuch nicht nur auf die Stadt beschränken, sondern auch den einen oder anderen Ausflug planen. Hierzu gibt es ebenfalls ein umfassendes Angebot - von der dreistündigen Schiffstour ins nahe Osterfjord nach Mostraumen bis hin zu ausgedehnten Fahrten mit Bus, Bahn und Schiff über Berg, Fjord und Wasserfall spannt sich hier der Bogen.

Florde und Wasserfälle gibt es rund um Bergen zuhauf.

Norwegen im Allgemeinen und die charmante Stadt Bergen samt ihrer Umgebung im Speziellen sind also auf jeden Fall die eine oder andere Reise wert! Es gibt genug zu tun, zu sehen, zu kosten und zu genießen. Dass hier Langeweile aufkommt, kann man fast ausschließen. Und aus der DACH-Region ist dieses wirklich spannende Reiseziel wie bereits erwähnt schnell und leicht zu erreichen. Also: „Gå til Bergen!“

Tipps der Redaktion:

Hotels: Wir empfehlen eines der Hotels im Zentrum Bergens - da von hier einfach alles gut und leicht zu Fuß erreichbar ist. Besonders günstig liegt beispielsweise das solide Vier-Sterne-Haus Radisson Blue direkt in Bryggen.

Geld: Ein kleiner Nachteil an Skandinavien ist der, dass das Preisniveau relativ hoch ist - das macht sich beim Essen und vor allem beim Genuss alkoholischer Getränke bemerkbar. In der Regel bezahlt man in Norwegen übrigens mit Kredit- oder Maestrokarte. Bargeld ist auch bei kleineren Ausgaben schon fast die Ausnahme.

Kleidung: Dass Norwegen für den gleichnamigen Pullover bekannt ist, überrascht angesichts der kalten und dunklen Winter nicht wirklich - hier muss man jede Menge Kleidungsstücke nach dem Zwiebelschalenprinzip einpacken. Aber auch der Sommer kann tückenhaft und launisch sein. Ein Pullover und eine (mehr oder weniger) leichte Jacke und für Fjordfahrten ein Schal und eine leichte Haube sind nicht übertrieben. Und wie erwähnt sollte man auch immer auf Regen vorbereitet sein.

Roaming: Norwegen gehört zwar nicht zur EU - trotzdem sind Freiminuten und -daten bei vielen Anbietern aus der EU inkludiert. Man sollte sich diesbezüglich aber vor der Abreise informieren, um teure Überraschungen zu vermeiden.

Reisepass: Zwar ist Norwegen - obwohl kein EU-Mitglied - Teil des Schengenraums. Passkontrollen an den Flughäfen können aber trotzdem durchgeführt werden - den Reisepass also nicht vergessen.

Bergen Card: Mit der Touristenkarte Bergen Card erhält man in zahlreichen Museen, bei diversen Aktivitäten und Sightseeing-Unternehmen sowie in Restaurants Rabatte. Viele Museen bieten damit sogar freien Eintritt. Die Karte ist allerdings nicht ganz billig und zahlt sich nur dann aus, wenn man wirklich ein dichtes Programm durchgeplant hat.

Informationsstand: August 2019 - Irrtümer und Änderungen natürlich vorbehalten. :-)

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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