VC zieht nach: Kurzarbeit bei Lauda gebilligt

Vertrag von Verdi übernommen.

(Foto: Jan Gruber)

Nach Verdi hat nun auch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) einen Tarifvertrag Kurzarbeit für die deutschen Flugzeugführer von Lauda abgeschlossen. "Die Umstände, die dazu geführt haben, lassen sich mit gutem Recht als kurios und in weiten Teilen unerfreulich beschreiben", heißt es dazu in einem internen Schreiben der VC, das AviationNetOnline vorliegt. Verdi hatte bereits am Mittwoch den Weg für Kurzarbeit bei Lauda frei gemacht.

Die VC hat aber nicht neu mit Lauda verhandelt, sondern den Kontrakt von Verdi unterschrieben. "Wir haben uns dafür entschieden, den durch die Verdi ausgehandelten Tarifvertrag zu unterschreiben, weil uns dies die Gelegenheit verschafft, uns als Tarifpartner bei der Laudamotion zu etablieren und bei einer etwaigen Verhandlung über einen Anschlusszeitraum die gewünschte Position am Verhandlungstisch einzunehmen", heißt es. Nach dem Gesetz würde der VC als Mehrheitsgewerkschaft das Hoheitsrecht zur Aushandlung eines Tarifvertrags zustehen.

Der Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. April für zunächst zwei Monate. Vorgesehen ist demnach 100 Prozent Kurzarbeit. Die rund 110 Piloten erhalten vom deutschen Staat 60 (Eltern 67) Prozent des Nettolohns - Lauda stockt die Zahlung pauschal um 500 Euro auf. Die Airline will in dem Zeitraum eigenen Angaben zufolge auf Kündigungen verzichten.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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