VC wirft Michael O'Leary Rassismus vor

Vereinigung Cockpit reagiert empört auf jüngste Äußerungen des Ryanair Group-CEOs.

Ryanair-Chef Michael O'Leary (Foto: Jan Gruber).

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit übt heftige Kritik an den Äußerungen von Ryanair-Chef Michael O’Leary im Zusammenhang mit Profiling. Der Sprecher der VC betont, dass in der Luftfahrt kein Platz für Rassismus ist.

„Die von Michael O‘Leary geforderten zusätzlichen Kontrollen von alleinreisenden muslimischen Männern verstehen wir nicht als konstruktiven Beitrag zu mehr Sicherheit. Sie bedienen primär Ressentiments und schüren Rassismus gegen eine einzelne Gruppe. Das lehnen wir ab. Sicherheit lässt sich nur mit einem sachlichen Herangehen herstellen. In allen Risikobereichen müssen sich Strategien und Kontrollen an nüchternen Analysen orientieren. Die Risikogruppen sind aber vielfältiger als hier jüngst dargestellt. Die Experten sind sich einig, dass ein Profiling, insbesondere auf Grundlage von verhaltensbasierten Faktoren, sinnvoll sein kann. Ein solches System ist aber deutlich komplexer als die Stammtischparolen des Ryanair-CEO“, so Schmitt.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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