UFO: Streiks bei Lufthansa ab Freitag

Gespräche mit designierten Schlichtern gescheitert

Foto: UFO

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat neue Streiks bei Lufthansa angekündigt. Gespräche über den Modus einer Schlichtung zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem Konzern unter Teilnahme der beiden designierten Schlichter (Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise) seien gescheitert, so UFO. Ab Freitag (27. Dezember) könne es nun kurzfristig zu Ausständen kommen, sagte UFO-Vize Daniel Flohr.

Die Streiks könnten bereits über die Weihnachtsfeiertage angekündigt werden. "Offenbar müssen wir noch einmal in Arbeitskämpfe treten, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen", sagte der Vorsitzende der Lufthansa-Tarifkommission von UFO, Marco Todte.

UFO hatte Anfang Lufthansa bestreikt und so tausende Flugstreichungen erreicht. Der Konzern stimmte später einer Schlichtung zu, widerrief diese Ankündigung Mitte November aber und pochte auf eine Friedenspflicht für alle Kranich-Airlines. Gleichzeitig machte Lufthansa damit Personalchefin Bettina Volkens öffentlich unglaubwürdig; Volkens verlässt Ende des Jahres den Konzern.

"No More Games"
Man habe Mittwoch und Sonntag stundenlang mit Lufthansa zusammengeseßen, "beide Male deutlich länger, als geplant", betonte Todte. Streiken sei kein Selbstzweck, ergänzt Flohr und bekräftigt die Notwendigkeit von Schlichtungsvorgesprächen: "Bevor wir in eine monatelange Schlichtung gehen, um möglichst gute Lösungen für die Mitarbeiter zu finden, brauchen wir Rechtssicherheit." Die Gespräche (über deren Inhalte Stillschweigen vereinbart wurde) seien nun "gescheitert".

Dies sei sehr "bedauerlich", so der ehemalige UFO-Chef und jetzige Vorstandsbeauftragte Nicoley Baublies. "Unsere Mitglieder haben uns ganz klar gesagt, dass wir uns nicht über den Tisch ziehen lassen dürfen. Von daher konnten wir dem, was angeboten war, nicht zustimmen."

Man selbst habe sich bewegt, Lufthansa nicht. "Wenn man auf Maximalforderungen verharrt, kann man schwer zu einer Lösung kommen", so Todte. "No More Games mit uns!" Lufthansa teilte mit, dass man weiterhin die Erwartung habe, "dass es zu guten Lösungen für die 22.000 Kabinenmitarbeiter kommen kann, was die Schlichtungsthemen angeht".

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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