UFO bittet Politik um Hilfe

Konzernweite Friedenspflicht für sieben Tage verkündet.

Foto: UFO.

Die Stimmung bei der Flugbegleitergewerkschaft UFO trübt sich ein. “Wir kommen aus der Eskalationsspirale mit dem Lufthansa-Konzern nicht heraus und appellieren nun an die Politik, sich einzuschalten”, sagte UFO-Vize Daniel Flohr am Mittag in Frankfurt. Dabei gehe es beispielsweise um Mediationsgespräche unter Führung eines Ministers zwischen dem Kranich und UFO, so Gewerkschaftschefin Sylvia de la Cruz.

“Weiterhin sind wir gesprächsbereit und pochen auf eine konzernweite Schlichtung. Daher werden wir ab jetzt sieben Tage lang nicht streiken oder Ausstände ankündigen.” Sollten keine Gespräche mit Lufthansa zustande kommen, würden kommenden Donnerstagvormittag Streiks bei den Lufthansa-Töchtern angekündigt, drohte Flohr.

Vorausgegangen war, dass Lufthansa laut UFO am Mittwoch eine konzernweite Friedenspflicht für alle Airlines gefordert hatte. “Das ist nicht machbar”, so de la Cruz. “Wir sind da wirklich weit gesprungen, aber das können wir nicht zusagen.” Am Abend habe Lufthansa dann die Schlichtung bei der Mutter-Airline abgesagt.

Keine Gespräche bei Eurowings

Dieser Ausgang habe sich bereits abgezeichnet: “Eigentlich waren wir ja mit Konzernvertretern im Gespräch, wie wir wieder zu Lösungen finden können. Doch die Verhandlungen waren noch nicht beendet, als wir feststellen mussten, dass es aus dem Konzern Störfeuer gib”, so de la Cruz. Bei German- sowie Eurowings habe sich die Geschäftsführung weiterhin Gesprächen versperrt.

Nun sei man mit dem Konzern an einem Punkt angekommen, “an dem wir nicht weiter wissen. Wir wissen nicht, wie zuverlässig Lufthansa als Vertragspartner noch ist”, so die Chefin. Vorstandsbeauftragter Nicoley Baublies ergänzt: “Wir stehen jetzt an einem Punkt, an dem die Mittel einer Gewerkschaft nichts mehr bringen.”

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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