Turkish Airlines setzt drastisches Sparpaket durch

Airline verzichtet aber auf betriebsbedingte Kündigungen.

(Foto: www.AirTeamImages.com)

Turkish Airlines hat sich wegen der Corona-Pandemie mit der mächtigen türkischen Gewerkschaft Hava-İş auf ein drastisches Sparpaket geeinigt. Laut Arbeitnehmervertreter sollen spätestens Anfang Oktober die Löhne der Piloten um 50, die der Flugbegleiter um 35 und die des übrigen Personals um 30 Prozent sinken. Im Gegenzug verzichtet der Flag-Carrier auf betriebsbedingte Kündigungen. 

Die Kürzungen sollen zunächst bis Ende 2021 gelten – allerdings hat die Gewerkschaft erwirkt, dass die Sparmaßnahmen alle sechs Monate überprüft werden. Experten gehen davon aus, dass die Personalkosten von aktuell umgerechnet fast einer halben Milliarde Euro für die rund 39.000 Angestellten durch die Einigung nahezu halbiert werden. 

Seit Februar hat die Airline ihren Flugplan wegen des Virus massiv zusammenstreichen müssen. Zwischen April und Juni gab es praktisch keine ausländischen Besucher am Drehkreuz in Istanbul. Nicht verwunderlich also, dass der Umsatz im zweiten Quartal um ein Drittel zurückging und der Vorjahresgewinn zu einem Milliardenverlust zusammenschmolz.

Autor: Carlo Sporkmann
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Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als freier Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet hauptsächlichh über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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