Trump sperrt Europäer aus

Über 7000 Flüge europäischer Airlines betroffen.

Donald Trump (Foto: Pixabay)

US-Präsident Donald Trump hat aufgrund der rasanten Verbreitung des Coronavirus auf dem europäischen Festland drastische Reisebeschränkungen erlassen: Alle Europäer, deren Flüge nach Samstag früh 4.59 Uhr europäischer Zeit starten, dürfen nicht in die USA einreisen. Dies gilt für 30 Tage. Briten sind davon ausgenommen. Zudem müssten sich Amerikaner, die aus Europa zurückkommen, einem Virus-Test unterziehen.

Die EU habe es versäumt, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen (wie die USA) zu treffen und Reisen aus China sowie anderen Krisenherden einzuschränken, begründete Trump die Proklamation. "Wir haben in den USA dramatisch weniger Fälle des Virus gesehen als jetzt in Europa." In Europa gibt es derzeit fast 21.500 Infektionen und 950 Todesopfer (456 Erkrankte und acht Tote davon in Großbritannien). In den USA sind bislang 987 Infizierte und 35 Tote gemeldet - allerdings dürfte die Dunkelziffer bei den mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Personen deutlich höher liegen, weil US-Amerikaner die Corona-Tests selbst bezahlen müssen und diese sehr teuer sind. "Europa stellt ein einzigartiges Problem dar", so Trump.

Flüge von Europa in die USA
Die Entscheidung dürfte auch massive Auswirkungen auf den Flugverkehr haben. Denn der ethnische Verkehr zwischen Europa und den USA wird hauptsächlich von den großen amerikanischen Carriern American Airlines und United gesteuert. Europäische Airlines bieten von ihrem Heimatkontinent in dem betroffenen Zeitraum (14. März bis 12. April) 7208 Flüge in die USA an.

AirlineAnzahl der Verbindungen von Europa in die USA
British Airways1354
Lufthansa1009
Air France586
Norwegian578
Aer Lingus483
KLM352
Turkish Airlines327
Swiss309
SAS283
Weitere

1927

(Nur europäische Airlines)

All diese Verbindungen dürften drastische Buchungsrückgänge erleben, da die US-Flughäfen für Europäer nur noch zum Umsteigen genutzt werden können. Lufthansa teilte mit, prüfen zu wollen, wie man mit der neuen Situation umgehen werde. Beim Konzern sind fast 1600 Flüge (Lufthansa 1009, Swiss 309, Austrian 128, Eurowings 69, Brussels 54, Edelweiss zwölf) betroffen - plus deren Rückflüge. Einzig British Airways wird die USA-Flüge nach New York, Boston und Co. weiterhin ungehindert fortsetzen können.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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