Trotz Corona: Große iberische Airline-Pläne

Evelop und Orbest sollen ins Liniengeschäft einsteigen.

Airbus A330 von Evelop (Foto: Thomas Ramgraber).

Den Namen Barceló kennt man hierzulande vor allem vom Urlaub. Doch der 1931 gegründete spanische Tourismuskonzern besitzt nicht nur 230 Hotels in 22 Ländern, sondern auch 700 Reisebüros auf vier Kontinenten. Mehr als 30.000 Menschen arbeiten für ihn und sorgen für einen Umsatz von über vier Milliarden Euro.

Zur Grupo Barceló gehören auch zwei Fluggesellschaften. Die spanische Evelop Airlines und ihre portugiesische Tochter Orbest fliegen vor allem Chartertouristen von Madrid sowie Lissabon und Porto aus nach Cancun, Havanna und Punta Cana sowie Mallorca und Menorca. In den letzten Jahren bauten sie auch den Direktverkauf aus.

Flüge nach Lateinamerika
Jetzt aber wollen Evelop und Orbest noch mehr. "Wir haben mit dem Umbau unserer Fluggesellschaften in Spanien und Portugal begonnen, um in naher Zukunft neben Charter- auch Liniendienste anzubieten", erklärte Barceló-Manager Vicente Fenollar dieser Tage gemäß dem Fachportal Preferente. Um die Kapazität zu erhöhen, habe man bei Evelop kürzlich einen A350 und bei Orbest einen A330 Neo eingeflottet.

Airbus A330 von Orbest in Madrid (Foto: Thomas Ramgraber).

In einem ersten Schritt haben die Fluggesellschaften vor allem Flüge nach Lateinamerika geplant. Damit machen sie Iberia, Plus Ultra, Wamos Air und Tap Konkurrenz. Aber auch die angeschlagene Air Europa kommt zusätzlich unter Druck.

Hotelkonkurrent will auch eigene Fluglinie
Auch ein Konkurrent von Barceló hat Pläne in der Luftfahrt. Die Hotelkette Iberostar gründet die hauseigene Fluggesellschaft World 2 Fly. Sie soll im März 2021 erstmals abheben – ebenfalls mit A350. Iberia, Plus Ultra, Wamos Air und Tap

Die aktuelle Flotte von Evelop besteht aus einem Airbus A320, einem A330-200, drei A330-300 und zwei A350-900. Die von Orbest besteht aus einem Airbus A330-300 und dem neuen A330-900.

Dieser Artikel ist zuerst auf aeroTELEGRAPH erschienen.

Autor: Stefan Eiselin
Stefan Eiselin ist Chefredakteur und Gründer von aeroTELEGRAPH, dem Partnerportal von Austrian Aviation Net / AviationNetOnline. Geboren 1967 in Winterthur (Schweiz). Studierte Wirtschaft in Zürich. Landete im Wirtschaftsjournalismus und schrieb für Finanz und Wirtschaft, Berner Zeitung, Tages-Anzeiger und Handelszeitung. Führte Print- und Onlineredaktionen bei Tamedia und Axel Springer. Konnte als 10-jähriger Junge wegen der Schönheit einer DC-10 eine Nacht lang nicht schlafen. Foto: aeroTELEGRAPH.

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