Tripreport: Swiss in der Euro Business Class

AviationNetOnline testete die Premium-Klasse der Schweizer Airline auf einem Flug von Wien nach Zürich.

Beispiel für ein Frühstück in der europäischen Business Class von Swiss (alle Fotos: Martin Metzenbauer).

Mit Europaflügen und Business Class ist das ja so eine Sache: Ist diese wirklich ihr Geld wert? Für einen "Hüpfer" von vielleicht einer oder zwei Stunden? Auf der einen Seite sind dies - je nach Airline - Dinge wie mehr Beinfreiheit in den ersten Reihen, ein freier Nebensitz, früheres Boarding statt Schlangestehen oder ein aufgewertetes Bordmenü. Auf der anderen Seite steht natürlich der Preis. Wenn man oneway schnell einmal um 200 Euro mehr berappen muss, fragen sich wohl viele, ob dies den Zugewinn an Komfort wirklich wert ist. Und wenn man die Auslastung so mancher Business Class im innereuropäischen Verkehr betrachtet, so verneinen wohl viele diese Frage: Einer vollen Eco steht nicht selten eine äußerst schwach gebuchte Premiumklasse gegenüber.

Manche Airlines bieten nach der Buchung eines Economy-Tarifs allerdings relativ günstige Upgrade-Möglichkeiten von teils weniger als 100 Euro an. Im Falle eines Swiss-Fluges im Eco Light Tarif von Wien nach Zürich waren es beispielsweise 73 Euro - bei so einem Preis wird die Business Class durchaus attraktiver (auch wenn es hier trotz des Upgrades aufgrund des Light-Tickets weiterhin kein Freigepäck gibt). AviationNetOnline hat diese günstige Option genutzt, um sich das Produkt der Swiss Euro Business Class genauer anzusehen.

Fastlane, Loungebesuch, früheres Einsteigen und mehr Platz im vorderen Bereich der Kabine sind nur einige der "Goodies" in der Euro Business Class von Swiss.

In Wien hat man als Business Class Passagier die Möglichkeit, in der Premium Check In Zone von Austrian Airlines einzuchecken. Ohne Gepäck und mit Online-Check-In fällt dies naturgemäß weg. Die gleich daneben liegende Fast-Lane lässt die Sicherheitskontrolle in aller Regel auch in kurzer Zeit absolvieren. Mangels eigener Swiss-Lounge kann man danach die Austrian Airlines Business Lounge nutzen, die seit dem Umbau vor einigen Monaten durchaus an Attraktivität gewonnen hat.

Großzügiger Sitzabstand in den vorderen Reihen.

An Bord angekommen, kann man in den vordersten Reihen Platz nehmen: Mit 81 Zentimetern (32 Zoll) ist in den ersten Reihen der Sitzabstand sehr großzügig bemessen - weiter hinten können es bis zu 10 Zentimeter weniger sein. Da ist der Unterschied schon recht gut zu bemerken - und mit dem freien Nebensitz kann man es sich hier durchaus bequem machen. Obwohl Swiss wie die meisten europäischen Airlines auch in der Business Class "normale" Eco-Sitze verbaut.

Gleich zu Beginn erhält man bei Swiss Wasser und ein Erfrischungstuch.

Nach dem Boarding erhält man eine Wasserflasche und ein Erfrischungstuch. Auf Reiseflughöhe angekommen, gibt es dann ein durchaus ansprechendes Frühstück - bei unserem Testflug mit Rohschinken, zwei Käsesorten, Marmelade und Bircher Müesli mit Chia-Samen und Früchten. Dazu noch eine halbe Feige sowie eine Melonenscheibe. Für eine Flugzeit von einer guten Stunde eine gutes und ausreichende Mahlzeit.

"En Guete!" - ein nett angerichtetes und schmackhaftes Frühstück in der Swiss Business Class.

Die Flugbegleiterinnen waren auf diesem Flug sehr freundlich. Mehrmals wurde auch nachgefragt, ob man noch irgendetwas haben möchte. Als Abschiedsgruß gab es eine klassische Swiss-Schoggi.

Zahlt sich das aus?
Swiss bietet in ihrer Euro Business Class ein äußerst gutes Produkt, dass einen (gewissen) Aufpreis auf jeden Fall Wert ist. Gerade in Zeiten des immer weniger gemütlichen Flugreisens ist sie für überbeanspruchte Passagiere, die nicht unbedingt auf das Billigst-Angebot schauen, attraktiv. Ob hingegen ein höherer Aufpreis von beispielsweise 200 Euro den Komfortgewinn aufwiegen würde, ist eine andere Frage.

Die klassische Swiss Schoggi zum Abschied.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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