Teil 3: COVID-19-Einreisebestimmungen der Republik Slowenien

Im dritten Teil der Mini-Serie stellt AviationNetOnline auf Grundlage der von der Botschaft der Republik Slowenien zur Verfügung gestellten Informationen die aktuellen Bestimmungen für eine Einreise in das Nachbarland vor.

Foto: Pixabay.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Grenzen derzeit auch innerhalb der Europäischen Union mit wenigen Ausnahmen geschlossen. Die Einreisebestimmungen unterscheiden sich von Land zu Land enorm. In den ersten beiden Teilen der Mini-Serie stellte AviationNetOnline die aktuellen Bedingungen für Einreisen in die Schweiz, die Tschechische Republik und nach Liechtenstein vor.

Der dritte Teil befasst sich mit dem Nachbarland Republik Slowenien. Die dargestellten Informationen wurden AviationNetOnline von der Botschaft der Republik Slowenien in Wien zur Verfügung gestellt. Wichtig: Wie bei allen unaufschiebbaren Auslandsreisen, sofern diese aufgrund der strengen Bestimmungen überhaupt durchgeführt werden können, sind auch Österreichs Einreisebestimmungen für die Wiedereinreise zu berücksichtigen.

Die Slowenische Botschaft in Wien erklärt die aktuellen Bestimmungen der Republik Slowenien wie folgt: „Seit 12.4.2020 wird laut Verordnung der slowenischen Regierung vom 11.4.2020 allen, die in die Republik Slowenien einreisen eine 7-tägige Quarantäne verordnet. Am letzten Tag der Quarantäne wird ein Test auf das Virus COVID-19 durchgeführt (in Zuständigkeit des Nationalen Instituts für öffentliches Gesundheitswesen). Aufgrund eines negativen Resultats kann die Quarantäne beendet werden. Sollte man den Test verweigern, wird die Quarantäne für weitere 7 Tage verlängert. Die Einreise in die Republik Slowenien wird ausländischen Staatsbürgern, die in der Republik Slowenien keinen gewöhnlichen oder temporären Wohnsitz nachweisen können und keine Wohnungsadresse für die Quarantäne nennen können, verweigert.

Die diplomatische Vertretung bestätigte gegenüber AviationNetOnline, dass ein COVID-19-Gesundheitszeugnis keine Erleichterung bei der Einreise nach Slowenien bringt. Für die Rückreise nach Österreich kann dieses allerdings äußerst nützlich sein, denn die Republik Österreich verzichtet auf eine 14-tägige Quarantäne, wenn ein COVID-19-Gesundheitszeugnis, das nicht älter als vier Tage sein darf, vorgelegt wird.

Slowenien gewährt bestimmten Gruppen Ausnahmen von den harten Einreisebestimmungen. Die Botschaft in Wien fasste diese gegenüber AviationNetOnline wie folgt zusammen: „Diese Verordnung ist auf die Tages- und Wochenpendler, den Güterverkehr, Transit (wenn die Ausreise am selben Tag gesichert ist), die Teilnahme an der Beerdigung eines nahen Verwandten (wenn die Ein- und Ausreise am selben Tag erfolgt sowie ein Beweis zum Datum und Uhrzeit des Begräbnisses vorgelegt werden kann), nicht anwendbar. Landwirte mit landwirtschaftlichem Grund im jeweils anderen Land (Besitz und Pacht) sind ebenfalls ausgenommen.

Transit durch Slowenien ist im Zuge desselben Tages erlaubt, eine Quarantäne ist in diesem Fall nicht vorgesehen. Die Durchreise von Personen, von denen angenommen wird, dass sie das Hoheitsgebiet der Republik Slowenien aufgrund von Maßnahmen der Nachbarländer nicht verlassen können, ist nicht gestattet“.

Marjana Prvinšek Bokal, Stellvertreterin der Botschafterin sagte gegenüber AviationNetOnline: „Wir möchten betonen, dass die Zusammenarbeit mit den zuständigen österreichischen Behörden sowie mit der Botschaft der Republik Österreich in Ljubljana bezüglich COVID19-Maßnahmen der beiden Staaten sowie der gegenseitigen Hilfe bei Repatriierungen von slowenischen und österreichischen Staatsbürgern bzw. Fragen des täglichen Lebens auf beiden Seiten der Grenze außerordentlich gut war und ist. Diese Zusammenarbeit ist wesentlich auch Teil des Nachbarschaftsdialogs, den wir offiziell als gemeinsames Projekt zwischen Slowenien und Österreich im Oktober letzten Jahres initiiert haben und der das ganze Jahr 2020 prägen wird. Wir sind somit weiters außerordentlich zuversichtlich betreffs des konstruktiven Fortgangs unserer beiderseitigen Kooperation zur Bewältigung der Coronakrise“.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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