Swiss-Chef Klühr fordert: "Keine Tickets unter 100 Franken"

Manager kritisiert schweizerische CO2-Ticketsteuer.

Airbus A320 (Foto: Andy Graf).

Swiss-Chef Thomas Klühr fordert, dass Flugtickets ab der Schweiz künftig mindestens 100 Franken kosten sollten. Gleichzeitig räumt der Manager ein, dass seinem Carrier „zu billige Ticketpreise“ nicht sonderlich häufig vorgehalten werden: „Uns wird von den Medien ja teilweise vorhalten, wir seien zu teuer“, so Klühr gegenüber dem Sonntagsblick.

Ab der Schweiz solle es in Zukunft „keine zweistelligen Ticketpreise geben“. Von der in der Eidgenossenschaft beschlossenen Kohlenstoffdioxidsteuer auf Flugscheine hält Klühr allerdings nicht. Er rechnet damit, dass der Verkehr zunehmend nach Basel-Mulhouse und München ausweichen werde und damit „null positiver Effekt fürs Klima“.

Auch erklärt der Swiss-Chef gegenüber dem Sonntagsblick, dass er vom so genannten Verzicht aufs Fliegen keine positiven Auswirkungen aufs Klima erwartet: „Dann bleiben im Flugzeug fünf Sitze frei. Und was passiert? Der Flug wird trotzdem stattfinden. Die Airlines senken die Preise und locken mit günstigeren Ticket­preisen neue Passagiere an.“

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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