Studie wirft Lufthansa Steuervermeidung auf Malta vor

Steuersatz in dem EU-Land wird durch Ausschüttungen ins Ausland reduziert.

(Foto: www.AirTeamImages.com)

Lufthansa nutzt offenbar Tochterfirmen in Malta, um Gewinne zu verschieben und Steuern zu vermeiden. Dies behauptet das "Netzwerk Steuergerechtigkeit" in einer Studie, über die zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Demnach mache ein maltesisches Kranich-Unternehmen mit nur zwei Angestellten fast 200 Millionen Euro Gewinn. Der Konzern wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. 

Malta ist zwar Mitglied der Europäischen Union, gilt aber dennoch als Niedrigsteuerland. Denn der offizielle Steuersatz läge bei 35 Prozent, könne allerdings durch Gewinnausschüttungen an ausländische Gesellschaften auf fünf Prozent gedrückt werden, heißt es in der Studie. Dies sei damit der niedrigste Satz in Europa.

Lufthansa unterhalte auf Malta Niederlassung der Technikabteilung, betreibe Flugzeuglasing und organisiere Pensionsrückstellungen für Mitarbeite in Milliardenhöhe. Konzernweit habe Lufthansa in den vergangenen Jahren einen Gewinn von 15,6 Milliarden Euro erwirtschaftet und darauf im Mittel einen Steuersatz von 19,4 Prozent (drei Milliarden Euro) entrichtet, heißt es in der Studie. Am Konzernsitz in Frankfurt wäre für die Summe ein Steuersatz von 31,9 Prozent fällig geworden.

 

 

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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