Streckenaufnahme trotz Corona-Krise: Belavia landet in Wien

Ab sofort sind tägliche Flüge aus Minsk geplant.

Embraer 175 EW-531PO am Final Approach zum Flughafen Wien (Foto: Thomas Ramgraber).

An neuen Destinationen und Aufnahmen ebensolcher Strecken hat es am Flughafen Wien in den letzten Jahren wahrlich nicht gemangelt: Zeitweise gab es fast schon im Wochentakt "Ribbon Cutting"- und sonstige Zeremonien. Eine kleine Sensation ist es allerdings, wenn gerade während des Corona-Lockdown samt weitestgehender Einstellung des Flugverkehrs eine Erstlandung ansteht. Eine solche gab es am Samstagnachmittag am Flughafen Wien: Belavia hat ihre bereits vor ein paar Monaten angekündigten Flüge von Minsk nach Schwechat aufgenommen. Um 14:50 landete die Embraer 175 der weißrussischen Airline auf der Runway 34 des VIE.

"Die Eröffnung dieses Fluges wird zur Schaffung und Stärkung der Handels-, Wirtschafts- und Kulturbeziehungen zwischen weißrussischen und österreichischen Partnern beitragen und aufgrund der gegenwärtigen Situation in der Welt auch die Rückkehr der Bürger beider Länder nach Hause erleichtern. Der Flug nach Wien ist der erste Schritt auf dem Weg zur gewohnten Lebensweise", sagte Anatoly Gusarov, Generaldirektor von Belavia Airlines anlässlich der Streckeneröffnung.


Belavia verfügt über elf Embraer E-Jets (Foto: Thomas Ramgraber).

Belavia Airlines will nun täglich nach Wien-Schwechat fliegen - der Hinflug startet von Minsk um 8:50 Uhr (montags, mittwochs, freitags und sonntags) bzw. um 14.25 Uhr (dienstags, donnerstags und samstags) abfliegt. Der Rückflug ab Wien ist um 10:45 Uhr (montags, mittwochs, freitags und sonntags) und um 16:15 Uhr (dienstags, donnerstags und samstags) geplant.

Der Flugbetrieb wird entsprechend der behördlichen Gesundheits- und Einreisebestimmungen der nationalen Behörden in Österreich und Weißrussland durchgeführt. Bei allen am Flughafen Wien ankommenden Passagieren wird unmittelbar nach der Ankunft die Körpertemperatur gemessen und sie müssen entweder ein ärztliches Attest mit negativem COVID-19-Befund (nicht älter als 4 Tage) vorweisen oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Belavia wurde 1996 gegründet und ist aus der regionalen Aeroflot-Abteilung hervorgegangen. Zwei Jahre später fusionierte sie mit Minskavia, die im gleichen Jahr wie Belavia für Inlands- und Regionalstrecken gegründet worden ist. Vor der Corona-Krise konnte Belavia ihre Flotte auf rund 30 Flugzeuge (vor allem Boeing 737 und Embraer E-Jets) ausbauen und hat zuletzt mehr als 50 Destinationen angeboten.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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