Schweiz gewährt Kreditbürgschaften für Swiss und Edelweiss

Maximal 1,275 Milliarden Franken.

Airbus A220-300 (Foto: Jan Gruber).

Der Bundesrat der schweizerischen Eidgenossenschaft fasste am Mittwoch den Beschluss Swiss und ihre Konzernschwester Edelweiss sowie weitere Unternehmen in der Luftfahrt mit Krediten und Garantieren abzusichern. Edelweiss und Swiss können maximal 1,275 Milliarden Schweizer Franken in Anspruch nehmen. Dabei handelt es sich um Bürgschaften für Darlehen. Eine direkte Beteiligung an den beiden Unternehmen erfolgt nicht, jedoch sicherte sich die Eidgenossenschaft mit Swiss- und Edelweiss-Aktien, die zu diesem Zweck als Sicherheit verpfändet wurden, ab.

Die Bedingungen, die seitens des Bundesrates gestellt wurden, sind äußerst streng. So ist beispielsweise kein Gewinn- und/oder Kapitalabfluss an den deutschen Mutterkonzern zulässig. Für den Mitbewerber Easyjet Switzerland wurde noch keine explizite Hilfe beschlossen, jedoch betonte der Bundesrat, dass auch dieser um einen so genannten COVID-Überbrückungskredit ansuchen kann. Für flugnahe Betriebe wie SR Technics, Gategroup, Swissport und so weiter sind rund 600 Millionen Franken reserviert.

In einer Medienerklärung betonen Swiss und Edelweiss, dass der Entscheid des Bundesrats begrüßt wird. Insgesamt beziehen die beiden Fluggesellschaften Bankkredite in der Höhe von 1,5 Milliarden Schweizer Franken. Davon sind 85 Prozent durch die eingangs erwähnte Bürgschaft, die der Bundesrat heute beschlossen hat, abgesichert hat. Weiters wurde mitgeteilt, dass die Konzernmutter Lufthansa ebenfalls eine finanzielle Unterstützung an ihre beiden Töchter leisten würden. Die Bedingungen, unter denen die eidgenössischen Bürgschaften gewährt wurden, werden in der Medienmitteilung als „streng“ bezeichnet.

„Swiss und Edelweiss begrüssen, dass die mit dem Schweizer Staat und dem Bankenkonsortium innert kurzer Frist ausgehandelte finanzielle Unterstützung den Eidgenössischen Räten zur Genehmigung beantragt wird. Der zudem für die flugnahen Betriebe beantragte Kredit würde es der Schweizer Luftfahrt ermöglichen, die volkswirtschaftlich so bedeutende Anbindung der Schweiz an die Welt sowohl passagier- als auch frachtseitig schrittweise wiederaufzunehmen“, ist in der Aussendung zu lesen.

 

 

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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