Salzburg übernimmt ersten elektrischen Cargo Master Lader

Airport will den Kohenstoffdioxidaustoß reduzieren. 

Cargo Lader (Foto: Flughafen Salzburg).

Der Flughafen Salzburg übernahm kürzlich den ersten elektrisch angetriebenen Cargo Master Lader. Nach Angaben des Airports ist dieser einer der größten seiner Art und soll zur Einsparung von Kohlenstoffdioxidemissionen beitragen. Gegenüber einer klassischen Version mit Verbrennungsmotor kostete dieses Model um rund 50.000 Euro mehr.

„Heute ist Freitag, der 13. und es ist ein erfreulicher Tag. Wir begrüßen unseren jüngsten Zuwachs in der E-Flotte des Flughafens, einen High-Loader, der zu 100 Prozent mit Strom betrieben wird. Mit diesem können wir Fracht und Gepäck effizienter verladen und schmälern erneut den CO2-Abdruck am Flughafen,“ so Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin des Salzburger Flughafens.

Der am Airport verwendete Strom stammt nach Angaben eines Sprechers ausschließlich von der Salzburg AG und ist als 100 Prozent-Ökostrom deklariert. Weiters setzt man selbsterzeugten Solarstrom ein. Angesprochen auf das Szenario eines Stromausfalles erklärte Flughafen-Sprecher Alexander Klaus gegenüber AviationNetOnline: „Wenn kein normaler Strom (Stromausfall) vorhanden ist wird der normale Ladezyklus unterbrochen, Da es nicht tragisch ist, wenn 1-3 Stunden kein Strom da ist, weil die Fahrzeuge sowieso am Ladekabel hängen, wenn sie nicht im Betrieb sind und daher volle Ladekapazitäten haben“.

„Klare Frage, klare Antwort: E-Fahrzeuge sind nach wie vor in der Anschaffung deutlich teurer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Es ist eine Mischung aus Lebenszyklusbetrachtung, Sinnhaftigkeit im Einsatz und dem Willen den CO2-Abdruck zu schmälern solche Fahrzeuge zu erwerben. Im laufenden Betrieb wandelt sich das langsam, Strom – auch wenn zu 100-Prozent-Ökostrom verwendet wird – ist noch günstiger. Gerade für kurze Fahrtstrecken (am Flughafen werden ja viele aber nur kurze Wege zurückgelegt und die Einsatzzeiten gehen über Minuten und nicht viele Stunden) zahlen sich E-Fahrzeuge aus, bei Dieselmotoren hat man das Problem der „verklebten“ Partikelfilter, wenn diese Fahrzeuge nur auf vielen Kurzstrecken verwendet werden“, so Klaus.

 „Trotz der rund 320.000 Euro Anschaffungskosten für den neuen Lader fiel die Entscheidung zu Gunsten der Elektrovariante und kostete damit ca. 50.000 € mehr als die Alternative mit Verbrennungsmotor. Ich denke wir als Salzburger Leitbetriebe haben hier auch eine Vorbildfunktion die es gilt zu erfüllen“, fügt Prokurist Christopher Losmann.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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