Ryanair schließt Nürnberg-Basis im April

Zweiter Abbau in kürzester Zeit

Flugzeug von Ryanair: Rückzug aus Nürnberg. (Foto: Jan Gruber)

Schwerer Schlag für den Flughafen Nürnberg: Billigflieger Ryanair wird nach AviationNetOnline-Informationen aus dem Umfeld der Airline Ende März die zwei stationierten Boeing 737-Flugzeuge abziehen. Ryanair will sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

Der Airport bestätigt auf Nachfrage die Informationen und spricht davon, dass "circa ein Drittel des Flugangebots bestehen bleibt". Dem Flughafen gegenüber habe Ryanair den Abzug der Jets unter anderem mit dem derzeitigen Flugverbot des neuen Typs Boeing 737 MAX begründet. "Die Entscheidung von Ryanair wird auch zu Nachteilen für die Wirtschaft, beispielsweise im Messegeschäft und im Tourismus in der gesamten Region führen", so Flughafenchef Michael Hupe.

Ryanair ist größte Airline in Nürnberg
Für den Flughafen ist dies ein "Schlag", wie Hupe sagt. Ryanair ist seit 2013 am Airport aktiv und hat seit 2016 eine Basis dort. Aktuell sind die Iren mit deutlichem Vorsprung größte Airline in Nürnberg. Im aktuell laufenden Winterflugplan stellen die Iren fast ein Viertel der angebotenen Sitzplatzkapazitäten. Ryanair bedient 19 der 54 Routen am Airport. Allerdings steht der Billigflieger in Nürnberg auch in Konkurrenz zu Lufthansa, Eurowings und der nach der Germania-Pleite eingestiegenen Corendon Airlines.

Der Abbau in Nürnberg wird kurz nach einer anderen Schließung bekannt: Auch in Hamburg streicht Ryanair das Programm zusammen und macht Anfang Januar die Basis mit zwei stationierten Flugzeugen dicht

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

    Special Visitors

    Zimex Aviation / HB-ALN
    Vueling Airlines / EC-NAJ
    Lufthansa / D-AIHZ
    Rossiya Airlines / VQ-BAS
    Air China / B-2035
    Etihad Airways / A6-BLV
    TUI Airlines Belgium / OO-JAF

    Unsere Autoren

    Martin Metzenbauer

    Jan Gruber

    Michael Csoklich

    René Steuer

    Carlo Sporkmann