Ryanair fliegt unter FR-Code offiziell ab Wien

Lauda erhöht die Anzahl der in Wien stationierten Airbus A320 auf 16 Stück.

Boeing 737-800 (Foto: Thomas Ramgraber).

Im Sommerflugplan 2020 werden erstmals planmäßige Linienflüge unter dem FR-Code der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair ab Wien durchgeführt werden. Diese sind auf der Route zwischen Warschau-Modlin und der österreichischen Bundeshauptstadt geladen und bereits buchbar. Die operative Durchführung wird durch die polnische Tochtergesellschaft Buzz ab Modlin erfolgen.

Damit wird Ryanair erstmals offiziell am unter eigener Flugnummer am Wiener Flughafen präsent sein. Bislang waren die Boeing 737-800 allenfalls als Wetlease im Auftrag von Lauda oder aber zu Wartungszwecken in der österreichischen Bundeshauptstadt. Die Modlin-Wien-Route war ursprünglich unter dem AL-Code der maltesischen Tochtergesellschaft Malta Air geladen.

Eine Umplanung ergab sich auch hinsichtlich der für den Sommerflugplan 2020 angekündigten Ryanair-Wetlease-Flugzeuge, die im Auftrag von Lauda betrieben werden. Statt vier werden nun nur drei Boeing 737-800 für Lauda stationiert. Dies soll damit zusammenhängen, dass die Airbus A320-Flotte, die in der österreichischen Bundeshauptstadt gebased ist, auf 16 Einheiten – und damit mehr als ursprünglich geplant – aufgestockt wird. Welcher Konzerncarrier – Ryanair, Malta Air oder Buzz – die Wetlease-737-800 betreiben wird, wurde bislang noch nicht final entschieden.

Hinsichtlich der derzeit unter dem AL-Code der Lauda-Konzernschwester Malta Air geladenen Flüge, erklärte der Carrier, dass nur eine "sehr überschaubare Anzahl" verbleiben wird. Diese sollen unter den OE-Flugnummern von Lauda verkauft werden. Einige wenige werden dennoch unter dem Malta-Air-Code verbleiben. Hintergrund ist, dass die Firmengruppe durch die Anmeldung unter dem Designator von Malta Air von Slots, die für neue Kunden reserviert sind, profitieren konnte. Formaljuristisch handelt es sich dann um konzerninterne Wetleases bzw. Codeshares. Diese Vorgehensweise ist branchenüblich und wird von größeren Airlinegruppen regelmäßig praktiziert.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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