Ryanair droht Wien

Lauda-Basis könnte zum Monatsende schließen.

(Foto: Thomas Ramgraber)

Der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda stehen offenbar harte Einschnitte bevor. Gelingt es nicht, am Mittwoch (20. Mai) "sinnvolle Kostensenkungen" mit Mitarbeitern und Gewerkschaften zu vereinbaren, werde man die Lauda-Basis in Wien am 30. Mai schließen, kündigte das Ryanair-Management am Montag an. Dies hätte den Verlust von 300 Arbeitsplätzen zur Folge. In Wien sind 15 der 30 Lauda-Jets stationiert.

Gleichzeitig machte der Billigflieger klar, in welchen Turbulenzen er sich befindet. Wegen der Corona-Krise rechnen die Iren im neuen Geschäftsjahr (1. April) mit nur noch fast halb so vielen Passagieren wie zuletzt prognostiziert. Statt der bisher vorausgesagten 154 Millionen Fluggäste erwarte man nur noch rund 80 Millionen, kündigte Chef Michael O'Leary bei Vorlage der Jahreszahlen an. Im ersten Quartal (April bis Juni) werde Ryanair rund 200 Millionen Euro Verlust machen – bisher war die Hälfte erwartet worden. Eine Prognose fürs Gesamtjahr traue man sich aufgrund der unsicheren Lage nicht zu.

Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Wegen gestiegener Spritkosten sank der Gewinn um 26 Prozent auf 649 Millionen Euro. Ohne den Effekt wäre das Ergebnis um 13 Prozent auf rund eine Milliarde Euro gestiegen. Die Stückkosten stiegen um zwei Prozent an.

Autor: Carlo Sporkmann
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Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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