Russland: Kartellamt fordert Pobeda-Verkauf

Flugpreise im Inland sollen sinken.

B737 (Foto: www.airteamimages.com).

Die russische Wettbewerbsbehörde fordert die staatliche Aeroflot dazu auf mit ihrer Tochtergesellschaft Pobeda mehr Inlandsstrecken zu bedienen oder diese zu verkaufen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den stellvertretenden Behördenleiter.

„Um in der Aeroflot Group zu bleiben, sollte sich Pobeda entweder im Inland entwickeln oder die Gruppe verlassen und mit ihr konkurrieren“, so Alexander Redko, stellvertretender Leiter der russischen Wettbewerbsbehörde. Weiters wirft man vor, dass Pobeda international zu Ungusten der nationalen Konnektivität expandieren würde. Dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Förderation, Maxim Akimov und Verkehrsminister Jewgenij Dietrich legt die Wettbewerbsbehörde in einer Aufforderung ausdrücklich die Privatisierung von Pobeda nahe.

Erwartet wird, dass durch eine Abspaltung der Billigfluggesellschaft von Aeroflot es zu mehr Wettbewerb kommen wird und die Flugpreise insbesondere auf innerrussischen Strecken sinken würden. Der Status-quo bedeutet – so Alexander Redko – „zwei Schritte zurück, daher müsse unbedingt gehandelt werden.“ 

Pobeda ist eine Billigfluggesellschaft, die sich vollständig im Eigentum der Aeroflot Gruppe befindet. Diese ist zu 53,7 Prozent im direkten Eigentum der Russischen Föderation, die über eine Beteiligungsgesellschaft noch weitere Anteile hält. Der Carrier gilt als stark vom russischen Staat dominiert.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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