Riesenflieger unter Druck

Air France/KLM mustert A380-Flotte aus – Großkundin Emirates diskutiert Ähnliches.

(Foto: www.AirTeamImages.com)

Die Tage des Airbus A380 scheinen gezählt: Offiziell stellt Hersteller Airbus die Produktion zwar erst 2021 ein, doch wegen der Corona-Krise kommt der Vierstrahler schon jetzt kaum noch zum Einsatz. Airlines wie Lufthansa halten ihre Modelle aktuell am Boden. Auch bei Air France/KLM verfährt man so. Und nun ist klar: Auch wenn die Virus-Krise durchgestanden ist, sollen die Riesenflieger des Konzerns nicht wieder abheben.

Die insgesamt sechs A380-Maschinen wollte der Konzern eigentlich bis Ende 2022 ausmustern. Doch: "Der Ausstieg passt in die Strategie der Group zur Vereinfachung der Flotte, um wettbewerbsfähiger zu werden", heißt es in einer Mitteilung. Man wolle die entstehende Lücke durch neuere Flugzeuge wie A350 und Boeing 787 ersetzen.

Auch Emirates denkt über A380-
Es sind in diesen Tagen nicht die einzigen schlechten Nachrichten für die A380. So liebäugelt auch A380-Großkundin Emirates mit einem Ende des Vierstrahlers. So sagte Airline-Chef Tim Clark der Zeitung "The National", dass "die Zeit der A380 vorbei ist". Emirates wolle die Kosten in der Nach-Corona-Phase um bis zu 30 Prozent drücken.

Die Airline hat 115 A380-Jets in der Flotte, neun weitere stehen auf dem Bestellzettel – so viele wie bei keiner anderen Airline. Das Magazin "Arabian Business" will erfahren haben, dass nur noch 20 der Riesenflieger im Dienst bleiben sollen. Seit Ende März stehen die Maschinen am Boden. Verlagern will Emirates den Verkehr auf die 155 Jets des Typs Boeing 777.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als freier Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet hauptsächlichh über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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