Peter Kolba und Fairplane treiben gemeinsam Ticketgelder ein

Aktion ist nicht in jedem Fall kostenfrei.

Foto: Thomas Ramgraber.

Das Fluggastrechteportal Fairplane und der Verbraucherschützer Peter Kolba haben sich nun zusammengeschlossen, um Airline-Kunden zur Erstattung ihrer Flugscheine zu verhelfen. Entgegen den Bestimmungen der EU-Verordnung 261/2004 zahlen Austrian Airlines, Lauda, Wizzair und Co nur sehr schleppend bis gar nicht zurück. Die Aktion, für die Kolba nun wirbt, ist allerdings nicht kostenfrei.

 „In der Tourismusbranche herrscht seit der Covid 19 Pandemie umfassende Gesetzlosigkeit. Die Passagiere versucht man mit Gutscheinen oder Umbuchungen davon abzuhalten ihr Geld zurückzufordern, gleichzeitig fordern viele Staatshilfe an und versuchen zudem die Gehälter der Mitarbeiter*innen zu drücken,“ warnt Peter Kolba, Obmann des Verbraucherschutzvereines (VSV). „Der VSV hat daher mit TicketRefund eine Kooperation geschlossen, um Passagieren das Rückfordern des Flugpreises möglichst einfach und risikolos zu machen.“

Ticketrefund ist eine neue Marke von Fairplane. Im Rahmen der Sammelaktion fallen nur dann keine Kosten an, wenn die Airline innerhalb von sieben Tagen bezahlt. So das Geld vor dem einbringen einer Klage fließt, fallen 14 Prozent Provision an. Sollte gerichtlicher Erfolg erzielt werden sogar 28 Prozent. Allerdings: Ist Fairplane nicht erfolgreich, sollen den Betroffenen keinerlei Kosten entstehen.

 „Die Reisenden sind momentan massiv verunsichert. Es gibt keine Auskunft und auch online sind keine ausreichenden Informationen für eine Rückerstattung zu finden, dahinter steckt System. Wir raten allen, die Nerven zu bewahren und nicht voreilig Gutscheine anzunehmen. Laut geltendem EU-Recht haben die Reisenden einen Anspruch auf Rückzahlung in bar. Wir bieten mit unserem Service TicketRefund Unterstützung durch auf Reiserecht versierte Vertragsanwälte, ohne Kostenrisiko. Nur im Erfolgsfall wird eine Provision vom ausgezahlten Betrag abgezogen. Reisende werden momentan als Banken missbraucht, die zinslose Kredite für Fluglinien und Reiseveranstalter geben, ohne es zu wollen“, erklärt Fairplane-Gründer Andreas Sernetz.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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