Passagierzahlen: Deutsche Flughäfen legen weiter zu

Frachtaufkommen erreicht neuen Tiefpunkt.

Flughafen Köln/Bonn (Foto: Jan Gruber).

Im April 2019 nutzten 20,99 Millionen Reisende die deutschen Flughäfen. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Zuwachs von 5,9 Prozent. Gleichzeitig ging allerdings das Cargo-Volumen um 5,6 Prozent auf 393.495 Tonnen zurück. Die Anzahl der Starts und Landungen legte um 1,8 Prozent zu und wird seitens des ADV mit 181.119 Flugbewegungen kommuniziert.

Der Europa-Verkehr konnte mit einem Plus von acht Prozent am stärksten wachsen. Mit 6,4 Prozent legten die Langstrecken ebenfalls zu, während im innerdeutschen Linienverkehr ein leichter Rückgang um 1,1 Prozent zu verzeichnen war. An einzelnen Standorten – so der ADV – soll auch die Germania-Pleite noch nachwirken und sich entsprechend negativ auf die Anzahl der Fluggäste auswirken.

Facht-Aufkommen erreicht neuen Tiefstwert

In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres zählten die im ADV vertreten Airports gemeinsam insgesamt 71,41 Millionen Passagiere. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 4,7 Prozent. Dabei konnte der Europa-Verkehr mit +6,3 Prozent am stärksten wachsen. Die Langstreckenverbindungen konnten 3,6 Prozent mehr Fluggäste befördern. Innerdeutsch liegt man um 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Flugbewegungen legte um 3,5 Prozent zu.

Während im kommerziellen Passagierflugverkehr die Zeichen auf Wachstum stehen, ist im Bereich der Fracht ein ganz anderes Bild festzustellen, denn beim Frachtaufkommen wurde nicht nur ein Minus von 5,6 Prozent verzeichnet, sondern auch einer neuer Allzeit-Tiefstwert. Das Cargo-Aufkommen weist mit einem Rückgang von -5,6% einen neuen Negativrekord aus. Die Ausladungen fallen um -2,7% auf 195.992 Tonnen und die Einladungen sinken um -8,2 Prozent auf 197.499 Tonnen. Im Jahresverlauf fällt die Cargo-Tonnage um -2,9 Prozent (an+ab) auf 1.578.017 Tonnen. Die Ausladungen sinken um -0,7 Prozent, die Einladungen fallen um -5,0 Prozent. Die Trendentwicklungen bei den Aus- und Einladungen sind ein Indiz für die sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Handelsbeziehungen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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