Ostrava lockt mit Subventionen für Flüge nach Wien und München

Tschechischer Airport will die Anbindung über Drehkreuze verbessern.

Foto: Ostrava Airport.

Ostrava will Anbindungen an die Drehkreuze Wien und München realisieren und legt dafür eine PSO-Förderung auf. Das bedeutet, dass sich Airlines bewerben können und bei Zuschlag für jeden Flug Subventionen erhalten. Der maximale Zuschuss pro Rotation beträgt laut öffentlicher Ausschreibung 5.812,3 Euro.

Gesucht wird ein Carrier, der beide Routen bedient und ab München und Wien Anschlüsse in Form von Codeshares oder aber eigenem Angebot aufweisen kann. Mindestens zehn Routen in vier Länder werden von den Subventionsgebern gefordert. Hinsichtlich dem Fluggerät ist der Einsatz von Maschinen, die mindestens 40 Sitzplätze ausweisen können, notwendig. Nach München und Wien müssen jeweils elf Umläufe pro Woche angeboten werden, wobei montags bis freitags der doppelte Tagesrand und am Sonntag eine Rotation geflogen werden muss. Samstags sind keine Flüge vorgesehen.

Die maximale Subvention pro Jahr beträgt 6.649.156,8 Euro und in der gesamten vierjährigen PSO-Laufzeit 26.596.627,2 Euro. Aus der ebenfalls veröffentlichten Gewichtung der Angebote geht hervor, dass mit 70 Prozent der Preis das primär ausschlaggebende Kriterium ist. Die Kapazität wird nur mit 30 Prozent berücksichtigt, wobei aus der Ausschreibung zu interpretieren ist, dass man damit rechnet, dass Bewerbungen mit 80-Sitzern eingereicht werden. Die angegebenen Richtwerte wären auf diese Maschinengröße kalkuliert. Nach Zuschlag muss das Flugangebot binnen sechs Monaten aufgenommen werden.

Zwischen Wien und Ostrava haben sich schon einige Carrier eigenwirtschaftlich versucht, jedoch ohne dauerhaften Erfolg. Zuletzt wollte es die mittlerweile nicht mehr existierende Danube Wings wissen, die nach kurzer Zeit aufgrund desaströser Auslastung aufgab. Davor war Central Connect Airlines tätig, die in Ostrava sogar eine Basis unterhielt und diverse Nonstop-Destinationen mit Saab 340B angeboten hatte. Dieser Anbieter flog im Jahr 2014 in die Pleite.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

    Special Visitors

    Vueling Airlines / EC-NAJ
    Lufthansa / D-AIHZ
    Rossiya Airlines / VQ-BAS
    Air China / B-2035
    Etihad Airways / A6-BLV
    TUI Airlines Belgium / OO-JAF
    easyJet Europe / OE-IVA

    Unsere Autoren

    Martin Metzenbauer

    Jan Gruber

    Michael Csoklich

    René Steuer

    Carlo Sporkmann