Österreich übernimmt CEE-Luftraumvorsitz

Österreich übernimmt mit 1. Jänner den CEE-Luftraumvorsitz von Slowenien. Die Unterzeichnung des EU-Luftraumabkommens wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie für Frühjahr 2011 erwartet.

Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) soll im Frühjahr die finalen Verhandlungen zum mitteleuropäischen Luftraumblock führen. (Foto: BMVIT, Peter Rigaud)

Österreich wird gemeinsam mit Slowenien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien und Bosnien-Herzegowina einen gemeinsamen Luftraum bilden. Den Vorsitz in dieser Gruppe übernimmt am 1. Jänner 2011 Österreich. Mit dem formalen Abschluss über den mitteleuropäischen Luftraumblock FAB CE (Functional Airspace Block Central Europe) ist man bereits auf der Zielgeraden. Mit dem Vorsitzwechsel von Slowenien zu Österreich wird vom österreichischen Verkehrsministerium der Abschluss der Verhandlungen und die Unterzeichnung des Abkommens im Frühjahr 2011 erwartet. "Ein einheitlicher Luftraum bringt auch ein Mehr an Sicherheit, die Reaktion in Krisenfällen kann wesentlich schneller und besser koordiniert erfolgen", wird die Verkehrsministerin Doris Bures in einer Pressemeldung zitiert.

Seit Jahren arbeiten die EU-Staaten an Single European Sky - einem grenzenlosen Luftraum über Europa. Derzeit gibt es 35 einzelne Lufträume, was für die Piloten und Flugsicherungen einen hohen Koordinierungsbedarf bedeutet und für die Flugpassagiere unnötig lange Strecken, weil die Flieger derzeit alles andere als im direkten Kurs über Europa verkehren. In Zukunft werde es nur mehr neun Lufträumblöcke geben. Mit dem Effekt: Die Flugstrecken nähern sich der Luftlinie zwischen zwei Flughäfen an. "Mit diesem Vorhaben sparen wir Zeit, Geld und Treibstoff. Die Passagiere profitieren von kürzeren Flugzeiten und kürzeren Wartezeiten, der CO2-Ausstoß wird deutlich verringert", so Bures weiter.

Der grenzenlose Luftraum über Europa soll Einsparungen bei Kerosin und CO2 ermöglichen und sorge für mehr Sicherheit. Nach Berechnungen der EU werden allein durch die kürzeren Flugstrecken jährlich fünf Millionen Tonnen CO2 weniger in die Luft geblasen. Dazu komme noch das verbesserte Netzwerkmanagement. Das bedeutet: Die An- und Abflüge werden EU-weit so koordiniert, dass viel weniger Wartezeiten in der Luft oder auf der Startbahn entstehen. Die Devise soll lauten: "landen statt kreisen". Dadurch sollen jährlich elf Millionen CO2 gespart werden.

Bei einem durchschnittlichen Flug innerhalb der EU rechnet die Kommission mit 15 Minuten weniger Flugzeit, 300 bis 500 Liter weniger Kerosin und bis zu 1.500 Kilo weniger CO2-Ausstoß.

Autor: Roman Payer
Das ist der Kurztext zu Roman Payer.

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