Norwegische Premierministerin will Wizz Air boykottieren

Der ungarische Billigflieger möchte den norwegischen Inlandsmarkt aufmischen. Regierungschefin Erna Solberg ist allerdings die Gewerkschaftsfeindlichkeit der Airline ein Dorn im Auge.

Die norwegische Premierministerin Erna Solberg ist auf Wizz Air & Co. nicht gut zu sprechen (Foto: Thomas Haugersveen/Statsministerens kontor)

Harte Worte in Richtung Wizz Air kommen von der norwegischen Premierministerin Erna Solberg höchstpersönlich: "Ich werde nicht mit einer Firma fliegen, die den Arbeitnehmern das Recht verweigert, sich zu organisieren", erklärte die Regierungschefin laut "Norway Today". Sie spielte damit auf die gewerkschaftsfeindliche Haltung der Airline und deren Vorstandsvorsitzenden József Váradi an. Dieser hat vor ein paar Wochen im Interview mit aeroTELEGRAPH ziemlich eindeutig erklärt: "Gewerkschaften zerstören das Geschäft."

Premierministerin Solberg hat ihrerseits bereits seit längerem die Low-Cost-Kollegen von Ryanair im Visier, die sie ebenfalls boykottiert: "Vor zehn Jahren habe ich gesagt, dass es für mich nicht akzeptabel ist, mit Fluggesellschaften zu reisen, die keine angemessenen und ordentlichen Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter haben", wird Solberg von "Norway Today" zitiert. 

Erst letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass Wizz Air Anfang November Inlandsflüge innerhalb Norwegens aufnehmen wird. Die ungarische Airline möchte viermal täglich zwischen Oslo und Bergen, ebenfalls viermal pro Tag zwischen Oslo und Trondheim sowie zweimal täglich zwischen Oslo und Tromsø fliegen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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