Norwegian verpfändet Slots in London-Gatwick

Anleihegläubiger lassen sich Zahlungsaufschub mit Start- und Landerechten besichern.

Boeing 787-9 (Foto: Thomas Ramgraber).

Norwegian Air Shuttle ist es laut ad-hoc-Mitteilung gelungen einige Anleihegläubiger zu einer Laufzeitverlängerung von bis zu zwei Jahren zu bewegen. Die betroffenen Anleihen mit einem Volumen von rund 344 Millionen Euro wurden nun im Gegenzug mit Slots am Flughafen London-Gatwick besichert.

Der Konzern gilt als finanziell stark angeschlagen. Kolportiert wird ein Schuldenberg von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro. In den letzten Monaten wurde die Einstellung zahlreicher Langstreckenverbindungen angekündigt bzw. bereits vollzogen. Weitere Sparmaßnahmen sollen folgen, kündigte das Management an.

Geir Karlsen, Norwegian-Chef ad-interim, begrüßt in einer ersten Erklärung die Entscheidung der Anleihegläubiger. Diese würde dem Unternehmen zusätzliche finanzielle Flexibilität verschaffen. Die Besicherung von börsenemittierten Anleihen mit Start- und Landerechten ist in der Branche allerdings nicht üblich.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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