Nach Streiks: SAS-Kunden könnten leer ausgehen

Allgemeine Beschwerdekammer Schwedens ortet "außergewöhnliche Umstände".

Airbus A320neo (Foto: www.AirTeamImages.com).

Passagiere, die von den SAS-Pilotenstreiks betroffen waren, könnten möglicherweise ohne Ausgleichszahlung nach EU-VO 261/2004 bleiben. Die Allgemeine Beschwerdekammer ARN teilte am Donnerstag mit, dass man der Ansicht ist, dass die im Frühjahr erfolgten Streiks außerhalb der Kontrolle von SAS lagen und daher der Ausnahmegrund „außergewöhnliche Umstände“ vorliegen würde. Die Airline habe gegenüber der Kammer nachgewiesen, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um Streichungen und Streik abwenden zu können.

Betroffen sind rund 380.000 Reisende, die nun ohne Entschädigungspauschale ausgehen könnten. Allerdings prüfte die ARN derzeit nur einen Einzelfall und es stehen den betroffenen noch Rechtsmittel offen, so dass die Möglichkeit besteht, dass höhere Instanzen eine gänzlich andere Rechtsansicht vertreten. Experten rechnen allerdings damit, dass der jüngste Beschluss der Allgemeinen Beschwerdekammer Schwedens dennoch richtungsweisend sein könnte.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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