Ministerin Aschbacher: Kein Lohnverlust für AUA-Mitarbeiter

Details zu Kurzarbeit bei Austrian Airlines werden in den nächsten Wochen ausverhandelt.

Die Ministerinnen Margarete Schramböck (links) und Christine Aschbacher (rechts) bei der Pressekonferenz am Samstag (Foto: Martin Metzenbauer).

Wie am Freitag bekannt gegeben wurde, wird Austrian Airlines als größte österreichische Fluglinie ihre rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Der Grund dafür ist der massive Passagierrückgang aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus - so reduziert die Lufthansa Group ihr Angebot in den kommenden Wochen um bis zu 50 Prozent. Viele Flugzeuge und Crews müssen daher am Boden bleiben.

Die Details zum Thema Kurzarbeit bei Austrian Airlines werden in den nächsten Wochen ausverhandelt - frühestens mit April 2020 wird das Thema dann für das AUA-Personal ernst. Wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag erklärte, sei das Ziel der Regierung, dass "kein Job verloren" gehe - ein bewährtes Mittel dazu sei die Kurzarbeit. Andere Luftfahrtunternehmen haben bislang keine Ansuchen für Kurzarbeit gestellt.

Unter Kurzarbeit versteht man die befristete Herabsetzung der Normalarbeitszeit auf der Grundlage einer Sozialpartnervereinbarung aufgrund von vorübergehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Dabei unterstützt das Arbeitsmartktservice (AMS) die Unternehmen mit einer Kurzarbeits- und einer Qualifizierungsbeihilfe, die für Aus- und Weiterbildung genützt wird. Die Firmen geben diese dann als Unterstützung an die Arbeitnehmer weiter. Zunächst wird Kurzarbeit für höchstens sechs Monate gewährt - sie kann dann aber auf bis zu 24 Monate verlängert werden. Der Arbeitszeitausfall kann mindestens 10 und maximal 90 Prozent der Normalarbeitszeit betragen.

Gute Nachricht dabei für die AUA-Mitarbeiter: Für sie soll sich bezugsseitig vorerst nichts Wesentliches ändern. Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) erklärte im Rahmen des Pressetermins, dass man als Staat unterstütze, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Austrian Airlines während der Kurzarbeitsphase keinen Lohnverlust erleiden. Dem AMS - über das ja die Abwicklung läuft - soll finanziell für die zusätzlichen Ausgaben für die Kurzarbeit während der Coronavirus-Krise unter die Arme gegriffen werden: "Die Bundesregierung wird für die budgetären Mittel sorgen", so Ministerin Aschbacher.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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