Medien: Alitalia kann Staatskredit nicht zurückzahlen

Verkaufsfrist wurde neuerlich bis 30. April 2019 verlängert.

Airbus A319 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia muss bis 30. Juni 2019 den in zwei Tranchen ausbezahlten Staatskredit in der Höhe von 900 Millionen Euro zuzüglich Zinsen von rund zehn Prozent pro Jahr zurückbezahlen. Zuletzt schrieb man im Jahr 2018 allerdings rund 500 Millionen Euro und wird laut einem Medienbericht von IlSole24ore nicht in der Lage sein das Darlehen zu tilgen.

Weiters berichtet das Medium, dass Alitalia seit 1974 rund 8,7 Milliarden Euro an staatlichen Beihilfen erhalten habe, um das Unternehmen in der Luft halten zu können. Bezüglich des jüngsten Notkredits hat der Staat die Möglichkeit bei Nichtbezahlung diesen in Unternehmensanteile umzuwandeln.

Nachdem bis 30. März 2019 keine Investoren- oder Partnerlösung erzielt werden konnte, wurde die dafür zur Verfügung stehende Frist nun laut IlSole24ore bis 30. April 2019 verlängert. Lediglich Delta Air Lines kann sich vorstellen eine 10-prozentige Minderheitsbeteiligung zu erwerben. Die italienische Staatseisenbahn soll nun weiterhin einen Partner suchen, der rund 40 Prozent an Alitalia erwerben möchte. Easyjet zog sich zuletzt zurück, während nun China Eastern Airlines im Gespräch ist.

Der 1. Juli 2019 dürfte für Alitalia ein wichtiges Datum sein, denn bis zu diesem Tag müsste der unter Auflagen von der EU-Kommission genehmigte Staatskredit eigentlich zurückbezahlt werden. Andererseits schreiben lokale Medien, dass das Unternehmen bis zu diesem Termin möglicherweise weitere 600 Millionen Euro benötigen könnte. Die weitere Entwicklung bleibt daher abzuwarten.

Autor: Jan Gruber

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