Lufthansa will neuen Peking-Airport ins Netz aufnehmen

Gespräche mit Behörden laufen schon.

Boeing 747 (Foto: Lufthansa).

Der neue Flughafen Peking-Daxing (PKX) soll nach den Plänen des Lufthansa-Konzerns schnellstmöglich ins eigene Portfolio aufgenommen werden. “Wir stehen gerade in engem Kontakt zu den Behörden und Stakeholdern, um zu klären, wann und wie wir den Flughafen in unseren Flugplan integrieren können”, sagte ein Sprecher zu AviationNetOnline. Im Winter bieten die Airlines der Kranich-Gruppe rund 20 wöchentliche Flüge von Europa in die Volksrepublik an.

Die Europäische Kommission spricht sogar davon, dass in diesem Jahr 30 Airlines Verbindungen zwischen China und europäischen Ländern anbieten würden. Das ergebe 475 Flüge zwischen beiden Regionen pro Woche mit über 270.000 möglichen Sitzplätzen. Hinzu kommen 110 wöchentliche Fracht-Verbindungen, heißt es in Brüssel.

Airlines warten auf neue Peking-Kapazitäten

In der Branche heißt es seit langer Zeit, dass europäische Airlines neue Verbindungen in die Volksrepublik aufnehmen oder ihr dortiges Engagement ausbauen wollen. Doch: “Es fehlt schlicht an Kapazitäten”, beklagt ein Manager. Mit dem neuen Airport Peking-Daxing in der chinesischen Hauptstadt soll dem Abhilfe geschaffen werden.

Der Ende September eröffnete Flughafen soll den anderen Airport der Hauptstadt, Peking-Shoudu Guoji Jichang (jährlich rund 95 Millionen Passagiere) entlasten. PKX wurde innerhalb von fünf Jahren gebaut. Die Kosten betrugen etwa 51 Milliarden Euro. “Wir sind sehr beeindruckt von diesem Projekt und seiner Umsetzung”, heißt es von Lufthansa dazu. Am Airport sind bislang vier Pisten eröffnet, sodass die Betreiber mit rund 45 Millionen Passagieren im ersten Jahr rechnen - Ende 2020 sollen es acht Bahnen und 100 Millionen Fluggäste sein.

Bislang war eigentlich geplant, dass die Airlines der Star-Alliance wie Lufthansa am “alten” Flughafen in Peking bleiben und nach China Southern sowie China United Airlines lediglich die Skyteam-Mitglieder Delta und Air France/KLM nach Daxing umziehen.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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