Lufthansa will Brussels in ein Profit-Center verwandeln

Investitionen in die Flotte müssen künftig selbst getragen werden.

Airbus A320 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines sollte eigentlich unter dem Eurowings-Brand „verschwinden“, doch vor rund zwei Monaten verkündete die Konzernspitze, dass der belgische Carrier künftig den Netzwerkairlines zugeordnet wird und weiterhin unter eigener Marke fliegen wird. Nun erklärte Brussels-Chefin Christina Foerster gegenüber „De Tijd“, dass ein Sparprogramm umgesetzt werden muss, das die Kosten um bis zu 12 Prozent senken soll.

Insbesondere das Europa-Afrika-Geschäft, in dem Brussels Airlines traditionell stark vertreten ist, soll noch profitabler gemacht werden. Bis 2022 muss die belgische Lufthansa-Tochter nicht nur schwarze Zahlen schreiben, sondern soll für Lufthansa besonders lukrativ werden. Die Gewinnmarge soll auf acht Prozent gesteigert werden. Da Firmenchefin Christina Foerster auch andeutet, dass man die Belegschaft bezüglich der wirtschaftlichen Situation „sensibilisieren“ müsse, ist auch davon auszugehen, dass möglicherweise bei den Löhnen gespart werden könnte.

Brussels Airlines schrieb in den letzten Jahren nur minimale Gewinne und ist daher für Lufthansa nicht gerade ein Profit-Center. Auch die Investitionen in die Flotte konnte man bislang nicht selbst stemmen, denn laut Foerster wurden diese vom Mutterkonzern getragen. In Zukunft soll sich das ändern und die belgische Airline soll analog ihrer österreichischen Schwester diese selbst tragen müssen. Hierzu erklärt Foerster gegenüber „De Tijd“, dass die Profitabilität von Brussels Airlines drastisch steigen muss. Um das gesetzte Ziel von „mindestens acht Prozent“, jedoch Zielwert 12 Prozent, Gewinnmarge bis 2022 erreichen zu können, sind viele Schritte notwendig, so dass anzunehmen ist, dass bei Brussels Airlines zahlreiche Veränderungen folgen werden.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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