Lufthansa: Vorstand will Dividende aussetzen

Maßnahme dient zur Sicherstellung liquider Mittel.

Airbus A380 (Foto: www.airteamimages.com).

Der Vorstand der Lufthansa AG will die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr streichen. Dies soll laut Börsenpflichtmitteilung des Konzerns der Hauptversammlung im Mai vorgeschlagen werden. Zudem gewährte Lufthansa einen ersten Blick auf die Bilanz von 2019: Die Group hat das Jahr mit einem bereinigten Gewinn (Adjusted EBIT) von 2,026 Millionen Euro abgeschlossen. Die Marge lag bei 5,6 Prozent und damit im prognostizierten Rahmen.

Zur Erhaltung der Liquidität sei schon einiges unternommen worden. Die Bekämpfung der Corona-Krise erfordere jedoch mehr Kürzungen als erwartet. Der schon eingeschränkte Flugplan muss um weitere 70 Prozent reduziert werden. Außerdem senkt der Konzern Sach- und Projektkosten, beabsichtigt Kurzarbeit einzuführen und verhandelt über die Verschiebung geplanter Investitionen.

Um seine finanzielle Position abzusichern, hat der Konzern in den vergangenen Wochen zusätzliche Mittel in Höhe von rund 600 Millionen Euro aufgenommen. Aktuell verfügt der Konzern damit über liquide Mittel von rund 4,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen ungenutzte Kreditlinien von rund 800 Millionen Euro. Weitere Möglichkeiten zu zusätzlichen Mittelaufnahmen würden derzeit überprüft, heißt es. Unter anderem wolle der Konzern dafür Flugzeugfinanzierungen nutzen. 86 Prozent der Konzernflotte sind im eigenen Eigentum. Davon sind wiederum knapp 90 Prozent unbelastet, was wiederrum einem Buchwert von rund zehn Milliarden Euro entspricht. 

Autor: Granit Pireci
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Granit verstärkt seit März 2020 die AviationNetOnline-Redaktion und ist insbesondere auf die Luftfahrt in Südost-Europa spezialisiert.

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