Lufthansa vor betriebsbedingten Kündigungen

Zuerst soll bei Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss abgebaut werden.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Die Lufthansa Group schloss das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2020 mit einem Netto-Verlust in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro ab. Zahlreiche Maßnahmen zur Senkung der Kosten hätten den Umsatzrückgang, der den Folgen der Corona-Pandemie geschuldet ist, nur in geringem Umfang kompensieren können.

Nun werden auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausgeschlossen. Der Verlauf der Verhandlungen mit den Tarifpartnern wäre auch vor dem Hintergrund der internationalen Marktentwicklungen nicht zufriedenstellend und für Deutschland gesehen soll auch der Abschluss von Krisenvereinbarungen nicht mehr realistisch sein.

Konzernchef Carsten Spohr erklärte im Zuge der Präsentation der von der Corona-Krise verhagelten Finanzzahlen, dass er nicht damit rechnet, dass vor dem Jahr 2024 das Niveau des Jahres 2019 wieder erreicht werden kann. Daher habe man unter dem Projekttitel „ReNew“ ein umfassendes Restrukturierungsprogramm beschlossen. Dieses sieht den Abbau von etwa 22.000 Vollzeitjobs vor.

Auch die konzernweite Flotte soll um „mindestens 100 Maschinen“ verkleinert werden. Im Sparprogramm ist auch ein Personalabbau vorgesehen, der zunächst bei Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss vollzogen werden soll. Im nächsten Schritt soll auch Lufthansa selbst in Deutschland folgen. Derzeit beschäftigt die Firmengruppe weltweit etwa 129.400 Mitarbeiter. Der Liquiditätsstand war per 30. Juni 2020 2,8 Milliarden Euro. Unter Berücksichtigung des Rettungspakets würde man nun bei fast 12 Milliarden Euro stehen.

Autor: Jan Gruber

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