Lufthansa verhandelt über Staatshilfe

Auch Einstieg der Bundesrepublik Deutschland wird diskutiert.

Airbus A350-900 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die deutsche Bundesregierung will Lufthansa offenbar mit einer milliardenschweren Staatshilfe unter die Flügel greifen. Auch eine Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland am größten Luftfahrtkonzern des Landes steht nun offen zur Debatte. Ein Sprecher bestätigte gegenüber Reuters News, dass man in engem Kontakt mit der Regierung stehe, um die Liquidität der Firmengruppe zu sichern.

Es sollen verschiedene Varianten diskutiert werden. So wird sowohl über Kredite als auch eine staatliche Beteiligung an Lufthansa gesprochen. Parallel soll das Kranich-Management auch mit Banken über Darlehen verhandeln. Zuletzt beantragte die Lufthansa Group für rund 87.000 Mitarbeiter Kurzarbeit.

Lufthansa teilte am Donnerstag mit, dass der reguläre Flugplan bis zum 3. Mai 2020 ausgesetzt bleibt. Damit werden auch alle noch bestehenden Flüge des ursprünglichen Flugplans zwischen dem 25. April und 3. Mai gestrichen. Flüge, die bis zum 24. April geplant waren, wurden schon zu einem früheren Zeitpunkt annulliert. Ab heute, 2. April, werden die Streckenstreichungen sukzessive umgesetzt und die betroffenen Fluggäste über die Änderungen informiert. Durchgeführt werden weiterhin Fracht- und Rückholungsflüge.

Im Flugplan verbleiben vorerst: Insgesamt 18 wöchentliche Langstreckenverbindungen stehen auf dem Flugplan: jeweils dreimal wöchentlich von Frankfurt nach Newark und Chicago (beide USA), Montreal (Kanada), Sao Paulo (Brasilien), Bangkok (Thailand) und Tokio (Japan). Die Flüge nach Johannesburg (Südafrika) mussten aufgrund behördlicher Vorgaben bis 16. April gestrichen werden. Darüber hinaus bietet die Airline aus ihren Drehkreuzen Frankfurt und München noch rund 50 tägliche Verbindungen zu den wichtigsten Städten in Deutschland und Europa an.

Auch Swiss bietet neben einem deutlich reduzierten Flugplan für die Kurz- und Mittelstrecke mit Fokus auf ausgewählte europäische Städte ab Zürich und Genf künftig noch drei wöchentliche Langstreckenflüge nach Newark (USA) an.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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