Lufthansa-Passagiere sollen Essen selbst mitnehmen

Zuerst Personalengpass und dann Streik bei LSG.

Das Europageschäft der LSG soll an die Schweizer Gategroup verkauft werden. Nicht aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa-Tochter sind darüber erfreut (Foto: Martin Metzenbauer).

Angesichts des geplanten Verkauf des europäischen Teils der Lufthansa-Cateringtochter an die Schweizer Gategroup haben sich offenbar besonders viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von LSG den Magen verdorben: Sowohl am Samstag als auch am Sonntag gibt es laut Informationen des deutschen Carriers einen Personalengpass - Lufthansa kann daher "nicht auf allen Flügen die gewohnte Getränke und Mahlzeitenauswahl bereitstellen", wie es in einer Mitteilung heißt. Langstreckenflüge seien am Wochenende noch nicht betroffen - allerdings die außereupäischen Destinationen Agadir, Algier, Amman, Baku, Beirut, Casablanca, Erbil, Kairo, Marrakesch, Tel Aviv und Tiflis schon.

Präkerer wird die Situation allerdings am Montag und Dienstag: An beiden Tagen (also am 2. und 3. Dezember 2019) hat die Gewerkschaft Verdi zum Streik bei LSG aufgerufen. Die Folgen: Am Montag und teilweise auch am Dienstag können auf innerdeutschen und innereuropäischen Flügen gar keine Mahlzeiten und Getränke bereitgestellt werden. Die Lufthansa-Lösung aufgrund dieses Problems ist einfach wie pragmatisch: Die Passagiere sollen sich vor Abflug selbst mit Verpflegung versorgen. In Frankfurt und München werden dazu eigene Verpflegungsstationen eingerichtet - auf allen anderen deutschen und europäischen Stationen wird den Fluggästen empfohlen, Getränke und Essen nach der Sicherheitskontrolle selbst einzukaufen - hierbei entstehende Kosten werden gegen Vorlage der Belege erstattet. Nähere Informationen findet man auf der Lufthansa-Website.

Droht auch wieder Streik des Kabinenpersonals?
Nach dem Cateringstreik könnte es in der kommenden Woche mit den Auswirkungen der Lufthansa-Personalthemen in einem anderen Bereich weitergehen: Die nächsten von der Flugbegleitergewerkschaft UFO initiierten Arbeitskampfmaßnahmen des Kabinenpersonals könnten angesichts der unerquicklich verlaufenen jüngsten Verhandlungen in näherer Zukunft ebenfalls wieder ins Haus stehen. "Wir werden nun Vorbereitungen für (...) weitere Arbeitskämpfe forcieren", erklärte der stellvertretende UFO-Vorsitzende Daniel Flohr am Donnerstag.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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