Lufthansa-Hauptversammlung segnet Hilfspaket ab

98 Prozent stimmten auf außerordentlicher Hauptversammlung zu.

Foto: www.AirTeamImages.com

Die Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG haben sich am Donnerstag für die Annahme der Kapitalmaßnahmen und der Beteiligung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik Deutschland ausgesprochen. Der entsprechende Vorschlag erhielt bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft weit mehr als die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Die Versammlung verfolgten rund 30.000 Aktionäre, insgesamt waren 39,0 Prozent des Grundkapitals vertreten. Vor Beginn der Hauptversammlung hatte bereits die Europäische Kommission das Stabilisierungspaket genehmigt - AviationNetOnline berichtete.

Das Paket sieht Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite von bis zu neun Milliarden Euro vor. Der WSF wird Stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro in das Vermögen der Deutschen Lufthansa AG leisten. Außerdem wird er im Wege einer Kapitalerhöhung eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Gesellschaft aufbauen. Dieser Kapitalerhöhung wurde bei der Hauptversammlung zugestimmt, ebenso stimmten die Aktionäre für die Einräumung von zwei Umtauschrechten für Teile der Stillen Einlagen.

Diese Umtauschrechte sollen einerseits den Bund gegen eine Übernahme der Lufthansa und darüber hinaus die Zinszahlungen für die Stille Einlage absichern. Beide Umtauschrechte können beim Eintritt dieser Bedingungen in jeweils weitere fünf Prozent am Grundkapital der Gesellschaft gewandelt werden. Ergänzt wird das Paket durch einen Kredit in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro unter Beteiligung der KfW und privater Banken.

"Durch den Beschluss der Hauptversammlung ist die Liquidität des Unternehmens nachhaltig gesichert. Die Unternehmen der Lufthansa Group arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Geschäftstätigkeit wieder hochzufahren", heißt es in einem Statement der Airline. In ein paar Tagen wird der Flugplan für die nächsten Wochen veröffentlicht - er sieht vor, bis September wieder 90 Prozent aller ursprünglich geplanten Kurzstreckenziele und 70 Prozent aller Langstreckendestinationen in das Programm aufzunehmen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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