Lufthansa hat Kurzarbeit angemeldet

Vereinbarungen mit Betriebspartnern gelten zunächst bis Ende August.

(Foto: Martin Metzenbauer)

Der Lufthansa-Konzern hat angesichts der Corona-Pandemie Kurzarbeit für seine 35.000 Mitarbeiter angemeldet. Der Antrag sei am Donnerstag an die Bundesagentur für Arbeit gegangen, sagte ein Sprecher zu AviationNetOnline. Möglich wurde dies durch Betriebsvereinbarungen mit den Personalvertretern für die Kabinen- und Bodenmitarbeiter. Diese gelten zunächst bis zum 31. August. Angaben dazu, wann und in welchem Umfang die Kurzarbeit greifen soll, seien noch in der Abstimmung.

Indes prescht eine Kranich-Einheit vor: Das digitale Experimentierlabor der Lufthansa, der Innovation Hub, geht bereits ab kommender Woche komplett in Kurzarbeit. In einem Rundschreiben des Hubs heißt es, dass der "Großteil der Belegschaft im Konzern kurzfristig zu 100 Prozent" in Kurzarbeit muss. Auf Anfrage relativiert der Hub, dass sich die Mitarbeiter am Standort Berlin ab 1. April (Mittwoch) "teilweise" in Kurzarbeit befänden.

Ein Unternehmen kann in Nürnberg Kurzarbeitergeld beantragen, wenn 10 Prozent der Belegschaft deutlich weniger zu tun hat. Dann übernimmt der Staat 60 Prozent des Nettolohns (bei Eltern von Kindern 67 Prozent) sowie die Sozialabgaben des Arbeitgebers. Verbände fordern eine Aufstockung auf 90 oder gar 100 Prozent des staatlichen Nettolohns. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) verwies in dieser Woche darauf, dass der Staat den Unternehmen zusätzlich mit anderen Maßnahmen unterstützt und die Arbeitgeber daher den Lohn auch aufstocken sollen.

Autor: Carlo Sporkmann
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Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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